Anis hat geschrieben: zum Beitrag navigieren29. Aug 2026, 19:48
Unsere

ist jetzt so 15 Monate, völlig entspannt - wir hatten natürlich mal Phasen, da hat sie sehr wenig gegessen (das hat meine Frau mehr gestresst, als mich), dann welche, da hat sie sehr unruhig geschlafen (hat meine Frau mehr gestresst, als mich, weil sie gestillt hat, hehe :\ ) und ab und zu mal so 2-3 Tage Zähne und/oder Softwareupdate, wenn sie wieder was gelernt hat.
Sonst völlig entspannt. Wacht lachend auf, geht lachend schlafen, Kita-Eingewöhnung völlig problemlos, alles super. Abstillen zwei mittel-unangenehme Nächte für mich. Ob das jetzt daran liegt, dass wir die Über-Eltern sind, bezweifle ich, ich glaube, da ist einfach viel Zufall dabei und wir haben insgesamt einfach zu 98% Glück gehabt und damit die Zeit/Kapazität gehabt, viel entspannt und bedacht zu machen, weil wir (vor allem ich) selten an der Burnout-Grenze gewandelt sind. Zumindest familiär.
Aber ich will eigentlich echt kein zweites Kind, und zwar aus zwei Gründen.
Der erste ist vermutlich für alle Väter (und Mütter?) hier ersichtlich: Mir fehlt mein "altes" Leben ein Stück weit. Ich war schon jahrelang nicht mehr groß saufen. Mir geht es eher um eine Planung. Ich hatte mich mal ein paar Monate darauf eingelassen, abends Kampfsport zu machen, mal Wochen durchzuplanen sportlich, mich wieder mehr mit Leuten zu treffen - aber alles hat einen Countdown im Hintergrund. Einerseits, weil ich weiß, dass meine Frau das dann auffangen muss (und andersrum, wenn sie was macht), andererseits, weil ich meine kleine Dame dann in der Zeit nicht sehe. Es ist dieses Gefühl, dass ich keiner "Baustelle" mehr gerecht werde, von beruflichen Sachen müssen wir gar nicht erst anfangen. Jetzt denke ich inzwischen, dass das irgendwann "besser" wird, aber ein zweites Kind würde diesen besseren Zeitraum ja einfach nochmal rausschieben.
Der zweite ist echt seltsam - vor allem dir gegenüber @onelife, deshalb habe ich auch so dumm gefragt und gehe davon aus, dass du das jetzt nicht in den falschen Hals bekommst. Ich hab in meinem Bekanntenkreis auch einen, bei dem die ersten 3 Jahre mit der Tochter die absolute "Hölle" waren, da hat gar nix geklappt. Kein Essen, kein Schlafen, keine Kita. One and done. Zweites Kind nicht denkbar - aber bei mir ist es andersrum: Ich habe die panische Angst, dass das zweite Kind auf keinen Fall so toll werden wird, wie dieses erste. Die Chance ist einfach gering, wenn ich mich umschaue. Wir haben echt viele Brüllkinder, teilweise richtig verzogene Rotzgören, zerstrittene Eltern im Umfeld. Wir waren selbst natürlich auch ab und zu an dem Punkt, an dem es darum ging, "wer mehr macht", aber haben uns als Paar nicht verloren. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein zweites Kind so wird. Es kann nur schlechter werden von hier aus

+ die ganze Belastung blabla
Was wir auch brutal oft im Umfeld haben, sind zerstrittene Geschwister (im Erwachsenenalter) - und wenn unsere Tochter ein Geschwisterchen nicht kennt, kann sie es ja auch nicht vermissen? Die spielt eh schon wunderbar alleine, liebt andere Kinder, aber kommt top alleine klar.
Ich weiß tbh nicht mal, was ich hier hören will. Ich glaube, es einfach mal "loswerden"? Ich kenne im Umfeld nur die Seite "erstes Kind brutal, zweites Kind würde die Familie nicht überleben" und bin mit diesem Luxusproblem etwas überfordert.
Meine Frau will natürlich ein zweites Kind, aber ich fühle das so gar nicht.
was tun