Dienstag, 26.08.2026
Erst Rad-Ergometer
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Dann noch zwei Reha-Übungen
Beinbeuger liegend einbeinig
20x 8, 8, 8
Step Ups
80x 8, 8, 8
Nachtrag zu gestern, musste erstmal meine Gedanken etwas ordnen.
Der lockere und kurze Lauf von Montag hat meine Beinrückseite so heftig getriggert, dass ich in der Nacht von Montag auf Dienstag mehrfach Nachts wach geworden bin.
Ich spiele aktuell mit dem Gedanken, beim P-Weg nicht an den Start zu gehen. Habe mir gestern auch einen Termin beim Orthopäden gemacht, dieser ist aber erst vier Tage vorm Ultra. Meine Selbstdiagnose ist, dass ich mich in eine Proximale Hamstring Tendinopathie reingelaufen bzw. reintrainiert habe. Nach dem, was ich darüber gelesen habe, passen die Symptome ziemlich gut.
Wenn schon acht lockere Kilometer mit gerade mal +/- 100HM mich so sehr triggern, frage ich mich, ob es das Wert ist, einen 73km Ultra mit 2000HM anzulaufen.
Ich habe keinen Zweifel, dass ich durchkommen würde. Die Frage ist nur - was wäre der Preis? Anschließend ein halbes Jahr Laufpause machen zu müssen, nur um mir bewiesen zu haben, dass ich es kann? Das würde mich letztendlich mehr frustrieren, als jetzt das Rennen halt nicht anzutreten.
Am Ende des Tages würde ich nichts verlieren, wenn ich nicht antrete. Klar, die letzten Monate waren darauf ausgerichtet und ich habe mich gezielt darauf vorbereitet. Aber außer eines gekränkten Egos, Frust, ein paar blöden Sprüchen (zumeist von Leuten, die sowas selber nicht laufen könnten) und der Anmeldegebühr würde ich nichts verlieren.
Die Vorbereitung war ja trotzdem nicht umsonst und hat mich nicht schlechter gemacht.
Vielleicht ist der Sprung von 50km auf mehrere Ultras innerhalb einen Jahres zu viel für meine passiven Strukturen.
Ich habe gestern mal nachgeschaut - die ersten Anzeichen hatte ich schon Anfang Mai, eine Woche nach der Bergischen 50. Mitte/Ende Mai bin ich dann in die Vorbereitung gestartet und habe das Laufvolumen, Höhenmeter sowie Distanzen der Long-Runs immer weiter gesteigert. Eigentlich so, wie man es machen soll, aber machste halt nichts, wenn der Körper es nicht mit macht. Wahrscheinlich hätte ich meine Wehwehchen damals erstmal auskurieren sollen.
Ich gebe mir noch bis Mitte nächster Woche Zeit und werde noch mindestens einen Testlauf machen. Dann wird die Entscheidung getroffen. Aktuell tendiere ich aber zum nicht starten, so sehr mich diese Aussage selber schmerzt. Das Laufen hat mir in diesem Jahr viel gegeben und mir durch ein paar sehr dunkle Monate geholfen. Mit dem P-Weg hatte ich immer ein Ziel vor Augen, auf das ich hingearbeitet habe. Schon wirklich schade, wenn ich jetzt auf der Zielgeraden einknicken muss. Andererseits soll meine Laufkarriere hier nicht enden oder wie bereits gesagt eine längere Zwangspause erleiden müssen. Ich stehe noch am Anfang und möchte - wenn möglich - mein ganzes Leben weiter Laufen. Was ist dann schon ein abgesagtes Rennen?
Mal sehen...
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