Ich habe diesmal zwei 500-ml-Flasks mit jeweils 90 g der Kohlenhydratmischung mitgenommen, insgesamt also 180 g Pulver auf einen Liter Flüssigkeit. Ziel war, die Kohlenhydrataufnahme unter Belastung weiter zu trainieren. Das hat bis kurz vor Schluss auch gut funktioniert.
Die Voraussetzungen waren allerdings alles andere als ideal. Eigentlich wollte ich morgens laufen, daraus wurde wegen Terminen der Abend. Dazu kam eine schlechte Nacht mit wenig REM-Schlaf, was ich den ganzen Tag über gemerkt habe.
Bis etwa Kilometer 16 lief alles rund. Danach hat mir eine ungeplante Streckenänderung durch ein geschlossenes Firmengelände den Rhythmus genommen. Ich musste umdrehen, einen Umweg laufen und irgendwie war danach der Flow weg. Die Beine wurden zunehmend schwer, obwohl sich die Belastung subjektiv weiterhin kontrolliert angefühlt hat. Interessant war später der Blick auf Garmin: Ich bin fast komplett nach Gefühl gelaufen und habe den leichten Temporückgang währenddessen gar nicht wahrgenommen. Die Herzfrequenz blieb dafür über den gesamten Lauf erstaunlich konstant.
Rund 300 Meter vor dem geplanten Ende war dann Schluss. Zum Glück direkt vor der Haustür – der Magen hat sich bemerkbar gemacht. Trotzdem war genau das ein wichtiger Teil des Trainings.
Die Einheit hat mich nach den zuletzt sehr guten Wochen wieder etwas geerdet. Mehr als einen Halbmarathon unter diesen Voraussetzungen kontrolliert laufen zu können, ist zwar ein schöner Fortschritt. Gleichzeitig hat der Lauf aber auch gezeigt, dass bis zum Marathon noch einiges an Arbeit vor mir liegt. Genau solche Tage gehören für mich genauso zur Vorbereitung wie die Einheiten, bei denen alles leicht läuft.
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