martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren2. Mai 2026, 14:04
BigRon hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Mai 2026, 18:53
martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren1. Mai 2026, 11:32
Genau das ist das Problem. Wirtschaftsliberal und konservativ ist die CDU höchstens in Teilen im Wahlkampf. Die tatsächliche Politik war es schon zu Zeiten Kohls weitestgehend nicht mehr.
Im Übrigen, lieber BigRon, ist das ziemlich exakt das, was im AfD-Parteiprogramm steht - Positionen einer CDU, wie sie zu Zeiten von Adenauer und Ehrhardt inhaltlich aufgestellt war (natürlich angewendet auf ein paar aktuelle Themen).
Diesen völkischen, nationalistischen und geschichtsvergessenen Mist, den Höcke und einige andere Freaks im AfD-Umfeld noch oben drüber gießen wollen, braucht kein normal denkender, offener Mensch mehr und das schadet der AfD auch (wenn man unterstellt, dass die Partei irgendwann im Bund aus der Rolle herauskommen will, am Spielfeldrand zu stehen und auf alles zu schimpfen und alles besser zu wissen, anstatt selbst etwas zu gestalten).
Also wenn ich mich nicht täusche liegt die AfD in Sachsen, Thüringen, Brandenburg überall im Bereich 30-35% in aktuellen Umfagen, in Sachsen-Anhalt Richtung 40%. 1. ist Thüringen also kein reiner Höcke-Erfolg und 2. nehme ich mal an, es ist nicht dauerhafter Anspruch der Partei, nur östliche Landtagswahlen zu gewinnen.
Ein Kreuzchen bei irgendeiner Partei zu machen oder nicht macht einen halt nicht zum Experten
Wie gesagt, hatten wir schon zig mal...
Die AFD wird nicht Koalitionsfähig wenn sie Höcke und co rausschmeißen. Wann versteht ihr das endlich?
Sie war es nicht unter Lucke, nicht unter Petry und so weiter. Die Alt-Parteien werden alles tun, um sie rauszuhalten.
So wie ich das sehe kennt sich Höcke ganz gut mit der Geschichte unseres Landes aus und kein bisschen Geschichtsvergessen, das zeigte er doch gerade in dem aktuellen Gespräch mit dem Ben.
Geschichtsvergessen sind dann doch eher die, die unsere Staatsvolk verändern wollen, die "offenen" Menschen die Multikulti als ihr heiligstes sehen.
Ich weiß dass du glaubst, das eine liberale, starke Wirtschaft uns retten wird, aber das wird sie nicht tun. Die Jagd nach Wirtschaftswachstum, nach neuen billigen Arbeitskräften wird unsere Gesellschaft weiter verändern und zwar nicht in eine positive Richtung.
Wenn dieses Denken schon völkisch und nationalistisch ist, dann sei es so.
Wenn diese drei Aspekte von der Politik befördert und umgesetzt werden, können Lebensqualität und gesellschaftlicher Zusammenhalt auch wieder steigen. Ein homogenes Staatsvolk, eine Abschottung ggü. anderen Kulturen, einen Bruch mit einer Erinnerungskultur, etc. braucht da niemand.
Das Wohlstandsversprechen ist ein sehr fragiler Kitt und aufgrund langfristig eingeschlagener politischer Marschrouten, stark veränderter Humanressourcen in den Schulen und unklarer Zukunft (KI, China) nicht mehr zu gewährleisten.
Civic Nationalism ist auf Sand aufgebaut und nur ein Blatt Papier. Im Ernstfall sortierte es sich in der Geschichte immer entlang ethnischer und religiöser Bruchlinien. Und der längst säkular und liberal geglaubte Mitbürger findet sich im Konfliktfall auf einmal retribalisiert auf Seiten seiner ureigensten Leute wieder. Daher ist es wichtig auch wieder zu wissen, wer Wir sind.
Dabei ist es völlig gleich, ob Dörte keine Farben sieht, die Anderen tun es. Als Muslime in England aufgrund von ein bisschen Geprolle und Mülltonnenangezünde seitens der Autochthonen bewaffnet durch die Gassen zogen, war es egal, was man sich in seinem Kopf für tolle Konstrukte ausgemalt hat und wer welchen Pass hat und wo aufgewachsen ist. Wenn man ihnen als Autochthoner begegnet wäre, wäre man automatisch einkategorisiert worden mit den entsprechenden Folgen.
Die am meisten des Rassismus gescholtenen sind lustigerweise die, die es am wenigsten sind und die Einzigen, die die offiziellen Verlautbarungen glauben.
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Die Zivilreligion nicht antasten zu wollen, mittels derer ein gebrochenes Volk geschaffen wurde, dessen eingeimpfte Neurosen nun seit Jahrzehnten politisch ausgebeutet werden und sie permanent zu einem Handeln entgegen der eigenen Interessen treibt, greift viel zu kurz und ist Herumdoktern an der Oberfläche. Diese Prädisposition prägt das Handeln und Denken vor und ist daher essentiell.
Kurzum: wir sind komplett am Arsch. Mit Europäern und ein paar Ostasiaten und Südamerikanern funktionieren solche liberalen Konstrüktchen schon etwas besser, aber nicht mit dem Islam. Wobei es auch nicht erstrebenswert ist, wenn die einzige Maxime ist, dass man sein Geld selbst verdient, den anderen Diasporas nicht an die Gurgel geht und die sich küssenden Schwulen auf der Parkbank in Ruhe lässt.
Alles "kulturell" amerikanisch überwölbt von Coca Cola, Burger King und Netflix-Serien. Ein kultureller Abstieg für Zugewanderte wie Autochthone und ein Verlust an echter Vielfalt.
In unserem Fall blüht uns allerdings: Proporz wie im Libanon und ständig fühlt sich eine Teilgruppe benachteiligt, keine High Trust Society mehr und kein wirklicher Zusammenhalt, den Ideen einfach nicht gewährleisten können. Kulturelle Verdrängungskämpfe. Ein Blick in die Schulen reicht, um zu wissen, dass dieses Land nach dem Ableben der Boomer zur Unkenntlichkeit verändert ist. In dieser Situation davon zu sprechen, dass es keine Abschottung gegenüber anderen Kulturen bräuchte, wo doch bald kaum noch etwas vom alten DE übrig ist, mutet schon etwas amüsant an.
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Botho Strauß bereits Anfang der 90' sehr hellsichtig. Ein genialer Seismograph:
Natürlich gilt das nur solange, wie wir davon überzeugt sind, daß allein der ökonomische Erfolg die Massen formt, bindet und erhellt. Nach Lage der Dinge dämmert es manchem inzwischen, daß Gesellschaften, bei denen der Ökonomismus nicht im Zentrum aller Antriebe steht, aufgrund ihrer geregelten, glaubensgestützten Bedürfnisbeschränkung im Konfliktfall eine beachtliche Stärke oder gar Überlegenheit zeigen werden.
Wenn wir Reichen nur um minimale Prozente an Reichtum verlieren, so zeitigt das in unserem reizbaren, nervösen Gefüge nicht nur innenpolitische Folgen, sondern vor allem abrupte Folgen der politischen Innerlichkeit, den impulsiven Ausbruch von Unduldsamkeit und Aggression.
Wir warnen etwas zu selbstgefällig vor den nationalistischen Strömungen in den osteuropäischen und mittelasiatischen Neu-Staaten. Daß jemand in Tadschikistan es als politischen Auftrag begreift, seine Sprache zu erhalten, wie wir unsere Gewässer, das verstehen wir nicht mehr.
Daß ein Volk sein Sittengesetz gegen andere behaupten will und dafür bereit ist, Blutopfer zu bringen, das verstehen wir nicht mehr und halten es in unserer liberal-libertären Selbstbezogenheit für falsch und verwerflich.
Es ziehen aber Konflikte herauf, die sich nicht mehr ökonomisch befrieden lassen; bei denen es eine nachteilige Rolle spielen könnte, daß der reiche Westeuropäer sozusagen auch sittlich über seine Verhältnisse gelebt hat, da hier das »Machbare« am wenigsten an eine Grenze stieß.
Es ist gleichgültig, wie wir es bewerten, es wird schwer zu bekämpfen sein: daß die alten Dinge nicht einfach überlebt und tot sind, daß der Mensch, der einzelne wie der Volkszugehörige, nicht einfach nur von heute ist. Zwischen den Kräften des Hergebrachten und denen des ständigen Fortbringens, Abservierens und Auslöschens wird es Krieg geben.
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