Der Nahost-Konflikt

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Re: Der Nahost-Konflikt

skiox hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Mär 2026, 17:13
stabil hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Mär 2026, 13:32 Der hat echt nen Schutzengel gehabt

Stelle immer wieder fest, was für ein heftiger Sesselpupser ich bin, aber je älter ich werde und desto mehr solcher Videos ich gesehen habe, desto unspektakulärer finde ich das.

Früher in meiner jugendlichen Naivität habe ich immer gedacht, wenn da so eine Rakete reinballert, dass mal alles im 100m Umkreis komplett vernichtet ist und ein richtig fetter Krater entsteht.. aber gefühlt kannst da 10m weiter hinter einer Steinmauer sitzen und alles ist tutti.

Ist das (ökonomisch) effizient, wenn man immer so präzise agieren muss? Oder auch "Handgranaten".. keine Ahnung, bei den Videos in der Ukraine muss man da gefühlt 50 Stück verwerfen, um einen Schützengraben einzunehmem. Geht das nicht einfacher heutzutage oder verstösst das dann gegen Konventionen?
Keine Ahnung, was das für ein Ding war. Aber es gibt ja auch noch ganz andere Raketen und Bomben.

Die Aufnahmen, bei denen so ein Ding im Gaza Streifen oder Libanon runterkommt und ein Hochhaus einstürzt wie bei einer monatelang geplanten zivilen Sprengung finde ich schon ziemlich "spektakulär".
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husefak
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Re: Der Nahost-Konflikt

St0ckf15h hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Mär 2026, 11:33
husefak hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Mär 2026, 11:10 Ist doch ne Milchmädchenrechnung. Wenn die Millionen Rakete(n) Schäden in Millionenhöhe verhindern, isses egal was das Target kostet.
In der Realität nicht, weil die Shaheds sind im Grunde etwas bessere Rasenmäher mit Flügeln und Sprengstoff.

Und wenn der Iran wegen niedriger Anschaffungskosten so viele davon hat, um die Kapazitäten der Luftabwehr zu überfordern, dann wird es zwangsläufig zu Schäden kommen, vor allem bei unnötigem Ressourcenverbrauch wie 8 Abfangraketen auf ein einziges Ziel.

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Re: Der Nahost-Konflikt

gegen Drohnen hilft nur Lowcost, alles andere ist wirtschaftlicher Selbstmord in einem Abnutzungskrieg
Zuletzt geändert von stabil am 20. Mär 2026, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Nahost-Konflikt

husefak hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Mär 2026, 13:09
St0ckf15h hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Mär 2026, 11:33
husefak hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Mär 2026, 11:10 Ist doch ne Milchmädchenrechnung. Wenn die Millionen Rakete(n) Schäden in Millionenhöhe verhindern, isses egal was das Target kostet.
In der Realität nicht, weil die Shaheds sind im Grunde etwas bessere Rasenmäher mit Flügeln und Sprengstoff.

Und wenn der Iran wegen niedriger Anschaffungskosten so viele davon hat, um die Kapazitäten der Luftabwehr zu überfordern, dann wird es zwangsläufig zu Schäden kommen, vor allem bei unnötigem Ressourcenverbrauch wie 8 Abfangraketen auf ein einziges Ziel.

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Verstehe. Kommt aber sicher auch ein bisschen auf die Situation an, wie brenzlig etc.
Natürlich, das Einsatzspektrum ist sehr begrenzt, da sind die Dinger nicht vergleichbar mit einer amerikanischen Predator oder Reaper.

Aber wenn es einfach nur darum geht vordefinierte, unbewegliche Ziele (wie Raffinerien, Militärbasen oder Städte) zu treffen, dann sind diese Waffen äußerst effektiv, selbst wenn nur ein Bruchteil ankommen sollte - und den Prozentanteil, der durch kommt, kann man schlussendlich sehr leicht dadurch steigern, dass man sie gezielt gebündelt und in großer Menge einsetzt.

Zumindest finanziell schadest du deinem Gegner aber in jedem Fall; egal, ob deine 20k-$-Drohne jetzt mehrere Millionen an Sachschäden anrichtet, oder von einer (oder mehreren) Millionen $ teuren Abfangrakete(n) zerstört wird.
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Re: Der Nahost-Konflikt

Weltraumsoldat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Mär 2026, 11:46
skiox hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Mär 2026, 17:13
stabil hat geschrieben: zum Beitrag navigieren19. Mär 2026, 13:32 Der hat echt nen Schutzengel gehabt

Stelle immer wieder fest, was für ein heftiger Sesselpupser ich bin, aber je älter ich werde und desto mehr solcher Videos ich gesehen habe, desto unspektakulärer finde ich das.

Früher in meiner jugendlichen Naivität habe ich immer gedacht, wenn da so eine Rakete reinballert, dass mal alles im 100m Umkreis komplett vernichtet ist und ein richtig fetter Krater entsteht.. aber gefühlt kannst da 10m weiter hinter einer Steinmauer sitzen und alles ist tutti.

Ist das (ökonomisch) effizient, wenn man immer so präzise agieren muss? Oder auch "Handgranaten".. keine Ahnung, bei den Videos in der Ukraine muss man da gefühlt 50 Stück verwerfen, um einen Schützengraben einzunehmem. Geht das nicht einfacher heutzutage oder verstösst das dann gegen Konventionen?
Keine Ahnung, was das für ein Ding war. Aber es gibt ja auch noch ganz andere Raketen und Bomben.

Die Aufnahmen, bei denen so ein Ding im Gaza Streifen oder Libanon runterkommt und ein Hochhaus einstürzt wie bei einer monatelang geplanten zivilen Sprengung finde ich schon ziemlich "spektakulär".
Bitte nicht falsch verstehen, aber dann erwischt es da eben ein Hochhaus und das Nachbargebäude hat bisschen Statikprobleme.. aber auf mich wirkt das alles trotzdem immer mit so chirurigischer Präzision durchgeführt.
Warum fliegen da nichtmal 500 Bomber drüber und werfen 2k von diesen fetten Teilen rein und halb Teheran ist weg, weil das ging ja vor 100 Jahren schon, also wir das heutzutage doch auch machbar sein?

Also macht man es nicht, weil:
1) man denkt, dass es den Widerstand nicht brechen würde
2) es ökonomisch keinen Sinn ergibt (mit 1 verbunden)
3) man Sorge vor dem Affentanz der Allierten hat, wenn man sich den Aufstand wegen der einen Mädchenschule schon anschaut
Für mich alles legitime Argumente, wüsste aber gerne, was genau der Grund ist.

Wie gesagt, bin kein Militär und habe ja offenbar 0 Ahnung von den Ereignissen und Abwägungen, die da getroffen werden.
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Re: Der Nahost-Konflikt

Wieso sollte man denn Teheran kaputtmachen?
Präzision ist doch gut.

Stell dir vor man meuchelt wieder Zivilisten (also wirklich viele), dann haste doch die Bevölkerung gegen dich.
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Re: Der Nahost-Konflikt

Gurkenplatzer hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Mär 2026, 22:57 Wieso sollte man denn Teheran kaputtmachen?
Präzision ist doch gut.

Stell dir vor man meuchelt wieder Zivilisten (also wirklich viele), dann haste doch die Bevölkerung gegen dich.
Bin unschlüssig, ob diese Mikroeingriffe wirklich langfristig einen Wechsel bewirken.
Deutschland ist mit der Entnazifizierung doch ein super Beispiel, die Entmullahisierung müsste man vielleicht ähnlich angehen.
Ordentlich was in Schutt und Asche legen, die Kontrolle übernehmen, neue Verfassung installieren, demonstrativ die alte Führungs- / Verbrecherriege in großen Schauprozessen aburteilen, alte "Parteikader" aus den Verwaltungen entfernen, Säkularisierung durchdrücken, kapitalistisch öffnen und das Land neu aufbauen.

Klar, dann ist das kein Projekt für 3 Wochen, aber dann wäre es vielleicht nicht notwendig, alle paar Jahre dort auflaufen zu müssen, um immer wieder so "Miniaktionen" durchzuziehen.

Und "Bevölkerung" gegen dich.. das stimmt sicherlich. Aber was waren denn die Erfolgsfaktoren dann damals bei Nazideutschland oder Japan nach der Atombombe? Da hat man doch auch die Kurve bekommen, ohne dass es jahrzehntelang strukturellen Alliertenunmut gab und das "Iran-Problem" wirkt für mich irgendwie kleiner.
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Re: Der Nahost-Konflikt

Es bleibt ohne eine Lösung am Boden halt nicht so ideal.
Aber egal USA gewinnt sagt Trump
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Re: Der Nahost-Konflikt

skiox hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Mär 2026, 23:56
Gurkenplatzer hat geschrieben: zum Beitrag navigieren20. Mär 2026, 22:57 Wieso sollte man denn Teheran kaputtmachen?
Präzision ist doch gut.

Stell dir vor man meuchelt wieder Zivilisten (also wirklich viele), dann haste doch die Bevölkerung gegen dich.
Bin unschlüssig, ob diese Mikroeingriffe wirklich langfristig einen Wechsel bewirken.
Deutschland ist mit der Entnazifizierung doch ein super Beispiel, die Entmullahisierung müsste man vielleicht ähnlich angehen.
Ordentlich was in Schutt und Asche legen, die Kontrolle übernehmen, neue Verfassung installieren, demonstrativ die alte Führungs- / Verbrecherriege in großen Schauprozessen aburteilen, alte "Parteikader" aus den Verwaltungen entfernen, Säkularisierung durchdrücken, kapitalistisch öffnen und das Land neu aufbauen.

Klar, dann ist das kein Projekt für 3 Wochen, aber dann wäre es vielleicht nicht notwendig, alle paar Jahre dort auflaufen zu müssen, um immer wieder so "Miniaktionen" durchzuziehen.

Und "Bevölkerung" gegen dich.. das stimmt sicherlich. Aber was waren denn die Erfolgsfaktoren dann damals bei Nazideutschland oder Japan nach der Atombombe? Da hat man doch auch die Kurve bekommen, ohne dass es jahrzehntelang strukturellen Alliertenunmut gab und das "Iran-Problem" wirkt für mich irgendwie kleiner.
Wenn du das aufzählst, was man machen müsste, wird ja schon deutlich, was das Problem ist. Es ist viel zu aufwendig und teuer. Politisch ganz einfach mit unseren heutigen eigenen Bevölkerungen nicht mehr durchsetzbar, so eine Aktion zu starten. Auch ist die Bevölkerung kulturell so anders, dass eine Demokratisierung oder auch nur eine freundliche Haltung gegenüber dem Westen, wie bei den Deutschen, möglicherweise gar nicht zu erreichen wäre. Zudem ist die Gefahr, die von Iran ausgeht, nicht mit der Gefahr durch die Achsenmächte im 2. Weltkrieg vergleichbar.
Abgesehen evtl. von der Atombombe, aber dafür musst du nicht das ganze Land umkrempeln.

Flächenbombardements will man aus humanitären Gründen nicht mehr machen, weil zu viele Unschuldige draufgehen. Das ist ja letztlich auch eines der "Probleme" bei diesen asymmetrischen Kriegen.

Habe mittlerweile auch ein sehr schlechtes Gefühl beim Irankrieg. Fühlt sich eher an wie ein schwerer Autounfall in Zeitlupe.
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maximised
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Re: Der Nahost-Konflikt

Russland und China sollte man auch beachten. Gehst du in den Iran mit Bodentruppen rein und machst das Land "platt" könnten sich die Beiden anderen großen mit einmischen. Das würde dann im schlimmsten Fall WW3 bedeuten.

Ciao
stabil
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Re: Der Nahost-Konflikt

Der Iran hat wohl ballistische Raketen auf Diego Garcia (Indischer Ozean, südlich der Malediven) abgefeuert, das sind fast 4000km Luftlinie von iranischem Festland.

https://www.reuters.com/world/middle-ea ... 026-03-21/
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Gurkenplatzer
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Re: Der Nahost-Konflikt

maximised hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Mär 2026, 09:25 Russland und China sollte man auch beachten. Gehst du in den Iran mit Bodentruppen rein und machst das Land "platt" könnten sich die Beiden anderen großen mit einmischen. Das würde dann im schlimmsten Fall WW3 bedeuten.

Ciao
Ich weiß nicht, ob wir hier immer in diese hätte wenn und aber Szenarien gehen müssen, WW 3 hin oder her.
Selbst ohne China und Russland waren die Verluste nicht unerheblich.
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Re: Der Nahost-Konflikt

Israel kriegt gerade wieder gut was ab, alter Verwalter

Ever Sore
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Re: Der Nahost-Konflikt

stabil hat geschrieben: zum Beitrag navigieren21. Mär 2026, 09:47 Der Iran hat wohl ballistische Raketen auf Diego Garcia (Indischer Ozean, südlich der Malediven) abgefeuert, das sind fast 4000km Luftlinie von iranischem Festland.

https://www.reuters.com/world/middle-ea ... 026-03-21/
Ja, krasser Flex.
Und das obwohl Trump vor einigen Tagen behauptete: „We have already destroyed 100% of Iran’s Military capability, but it’s easy for them to send a drone or two, drop a mine, or deliver a close range missile somewhere along, or in, this Waterway, no matter how badly defeated they are.”
stabil
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Re: Der Nahost-Konflikt

gerade in der financial times gelesen:
“Should Iran’s fuel and energy infrastructure be hit, all energy, information technology and water desalination facilities in the region belonging to the US and the [Israeli] regime will be targeted,” a spokesperson for the Khatam al-Anbiya command centre said.
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