Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

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NickySenior
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Harun hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 08:53 Ihr seid doch beide HR, oder? Der Vorteil von Abteilungen mit hoher Frauenquote.
Fluch und Segen zugleich :kekw:
Mein Log: Im Osten nichts Neues by NickyJr: viewtopic.php?t=2593
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Asmodäus
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Bei mir steht ein Jahresgespräch mit meinem Chef an. Mein Ziel ist es, neben einer kurzfristigen Gehaltsanpassung einen langfristigen Entwicklungsplan zu erhalten, der mir bei meinem Einstieg ins Unternehmen vor vier Jahren in Aussicht gestellt wurde (eines Tages Prokura, Geschäftsführung übernehmen, ggf. Anteile).

Ich arbeite in einem kleinen Handelsunternehmen für Rohstoffe im Nahrungsmittelbereich mit 8 Mann, welches allerdings finanziell recht erfolgreich ist. Unter dem Strich bleiben seit 2021 sehr hohe Gewinne über (~800k - 1Mio), die die zwei Gesellschafter sich ausschütten können.

Den Hauptteil des Deckungsbeitrages erzielt dabei mein Chef selber - er managed das Produkt, das sowohl das meiste Volumen, als auch die höchsten Deckungsbeiträge erzielt.

Mir selber geht es hier nicht schlecht. Ich habe meinen Wunschdienstwagen (der woanders ein GF-Wagen wäre), kann meine Zeit und Tätigkeit frei einteilen und werde nicht wirklich kontrolliert. Mein Stresslevel ist sehr entspannt. Ich muss in keinen dämlichen Status-aller-Status-Meetings sitzen, sondern kann mich auf meine Vertriebstätigkeiten (und LiLo) konzentrieren. Das gefällt mir sehr und sollte in der Gleichung berücksichtigt werden. Mein Gehalt ist okay, aber nicht überragend. Freunde von mir, die keinen Bachelor haben (so wie ich), aber in Konzernen arbeiten, verdienen 10-30k mehr, was man aber wohl immer hat.
Mir geht es hier also wirklich nicht schlecht. Ich kann jeden Monat nen Taui in Aktien stecken, was wohl nicht jeder kann - lebe allerdings auch minimalistisch, ohne auf etwas zu verzichten.

Ich habe in den letzten vier Jahren hier insgesamt Gehaltssprünge von knapp 20% gemacht. Berücksichtigt man die Inflation, ergibt sich aber "nur" eine Reallohnentwicklung von 4%.

Mein Chef hat mir zur Vorbereitung auf unser Gespräch nun eine Übersicht geschickt, in der er die Erträge und Kosten unseres 2-Mann Verkaufsteams gegenüberstellt.
Die Entwicklung sieht schlecht aus, so wie er es darstellt. Was auch damit zu tun hat, dass in der Rohstoffbranche die Erträge zur Pandemie-Zeit massiv nach oben gegangen sind - kann man sich ja auch bei den großen Aktiengesellschaften (ADM, Brenntag etc.) ansehen. Es konnten zu dieser Zeit überpropotionale Gewinne erzielt werden. Nun, wo sich alles wieder normalisiert hat, muss man natürlich mehr ums Geschäft kämpfen und verliert den ein oder anderen Kunden.

Gleichzeitig habe ich einen Produktbereich hier aufgebaut, der mittlerweile Erträge abwirft, die höher als mein Bruttolohn sind. Ob er meine gesamten Kosten inkl. Dienstwagen, Abgaben an Vater Staat usw. trägt weiß ich nicht, glaube ich aber nicht. Wird wohl etwas darunter liegen - nur dieser eine Produktbereich - einer von mehreren, den ich bzw. ich und meine Kollegin betreuen. Und diesen einen betreue ich von vorne bis hinten komplett selbst. Nicht nur strategisch, sondern auch in der täglichen Abwicklung.

Den ersten "Fehler", den er hier meiner Meinung nach macht ist, dass er unsere Erträge mit den Kosten aller Mitarbeiter (sich bzw. sein Gehalt hat er rausgerechnet) gegenüberstellt. Nicht alle Mitarbeiter "kosten" für die Produkte, die wir betreuen. Teilweise unterstützen 1-2 Mitarbeiter zu 80-90% meinen Chef und müssen daher in meinen Augen aus der Kostenübersicht herausgenommen werden.

-> Wie teile ich das am politisch korrektesten mit, ohne dass es sofort als Angriff wirkt?

Weiterhin die Frage, ob sich jemand mit Dynamics 365 Business Central auskennt.
Die Erträge, die er mir mit an die Hand gegeben hat, sind meiner Meinung nach einfach Pi mal Daumen gerechnet und dabei sind nicht mal alle Produktgruppen berücksichtigt. Ich will in unserem Warenwirtschaftssystem nachprüfen, wie hoch die Erträge wirklich sind, ohne jeden Artikel/Kunden einzeln durchzuklicken.
Ich will einen Bericht über Artikelkategorien haben, finde dazu aber keine Möglichkeit (das, was ChatGPT mir sagt, finde ich bei uns nicht)

-> Hat hier jemand Ahnung von Berichten im BC?

Last but not least - ich will ihm verständlich machen, dass er langfristig denken soll. Er, als Gesellschafter hat ja auch etwas davon, wenn er zukünftig kürzer treten kann, ich seinen Produktbereich (teilweise) übernehme und er dann halt von seinen Gesellschafter Ausschüttungen lebt. Zusätzlich hat er durch mich und meine Kollegin null Stress - der ist am Tag vielleicht 4-5 Stunden im Unternehmen, alles andere klären wir für ihn und gehen nur auf ihn zu, wenn wir uns absichern wollen bzw. "wirklich" große Probleme anstehen. Die Mitarbeiter, die hier den Vertrieb vor uns gemacht haben, waren da anders - die sind wegen jedem Scheiß auf ihn zugekommen und haben ihn massiv gestresst. Diese Erleichterung, die er dadurch hat, sieht man natürlich nicht in Zahlen. Er sollte dafür aber etwas von "seinem" Ertrag an seine Mitarbeiter (mich) abgeben meiner Meinung nach.

-> Auch hier, wie mache ich ihm das am besten verständlich, ohne dass es als Angriff wirkt?

Im letzten Jahr hatten wir über eine Gewinnbeteiligung gesprochen. Da hat er mir gesagt das hätte der Steuerberater als "schwierig" angesehen, wenn das ein Mitarbeiter bekommt, alle anderen aber nicht. Wir erhalten alle am Jahresende meistens nochmal einen Obolus, meistens ein halbes bzw. volles Monatsgehalt extra. Ich glaube, dass hier auch alle das gleiche bekommen - wissen tue ich es aber nicht.

-> Ist dem wirklich so, dass das rechtlich schwierig ist, oder ist das nur ein Vorwand?

Ich wäre offen dafür, dass mein aktuelles Gehalt 'ne Nullrunde macht, oder halt nur leicht angepasst wird. Ich bin hier glücklich. Mein Fokus liegt auf einem langfristigen Plan, weil ich kein Bock habe jedes Jahr wie so ein Esel der Karotte hinterherzulaufen und um ein Gespräch zu bitten. Die finden zum einen hier nämlicih nur auf Nachfrage statt und zum anderen führt mein Chef diese ausgesprochen ungern, das merkt man.

Merci für eure Tipps/Eindrücke.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Nacheinander: richtigerweise müsste man meiner Meinung nach die Kisten richtig allokieren auf den Produkten oder Bereichen. @goldeninside kann das sicher gut erklären.
Würde ihm das auch so sagen.

Zu dynamics: kein plan.


Zu seinem Ausstieg: würde das über geschickte Frageführung machen, ihm seine eigene Motivation darlegen lassen, wie wichtig Freizeit und Familie für ihn ist und ob es nicht win win wäre wenn er sich zurückzieht. So die Richtung
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Certa
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Welchen Vorteil hätte das Unternehmen bzw die bisherigen Teilhaber denn, wenn du statt wie bisher als Sachbearbeiter/Mitarbeiter zukünftig als Gesellschafter/Geschäftsführer tätig wirst?
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Gurkenplatzer hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 12:47 Nacheinander: richtigerweise müsste man meiner Meinung nach die Kisten richtig allokieren auf den Produkten oder Bereichen. @goldeninside kann das sicher gut erklären.
Würde ihm das auch so sagen.
Normalerweise hast du deshalb ja die Unterscheidung zwischen Bruttomarge (Erlöse abzgl. Produktkosten) und Nettomarge (Erlöse abzgl. Produktkosten und anteiligem Overhead), genaue Bezeichnung variiert je nach Firma.

Beide Kennzahlen haben ihre Berechtigung, und dass ihr jeweils die andere als relevant anseht, ist bei so einer Verhandlung verständlich. Trotzdem musst du natürlich am Ende des Tages als Vertriebler genug Umsatz reinzuholen, um nicht nur die Produktkosten zu decken, sondern auch die indirekten Kosten (Admin-Mitarbeiter, Manager, Miete, Versicherungen, IT, etc.).
Ohne konkrete Zahlen natürlich schwierig zu bewerten.
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Asmodäus
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 13:00 Welchen Vorteil hätte das Unternehmen bzw die bisherigen Teilhaber denn, wenn du statt wie bisher als Sachbearbeiter/Mitarbeiter zukünftig als Gesellschafter/Geschäftsführer tätig wirst?
Berechtigte Frage. Vorab kurz zur Einordnung, nicht weil ich da Wert drauf lege, sondern um meine Tätigkeit zu verstehen: Ich bin kein Sachbearbeiter. In Konzernen wäre das, was ich tue wohl Key-Account-Management bzw. Gebietsverantwortlicher. Hier sind die Übergänge halt fließend, weil wir so klein sind. Ich übernehme auch Verhandlungen auf Einkaufsseite etc.

Zur eigentlichen Frage:

Gesellschafter 1 ist die Witwe des verstorbenen Gründers. Die arbeitet aktuell auch noch 2-3 Tage á 4-5 Stunden hier, hat aber schon angekündigt, dass sie sich rausziehen wird. Die hat eine Tochter, die frisch Mutter geworden ist. Der Schwiegersohn hat hier mal gearbeitet, wurde aber gekündigt, weil er eine Flasche ist -> Keine Gefahr von der Seite
Gesellschafter 2 ist mein Chef. Der hat auch zwei Töchter (18 & 16) - kann natürlich sein, dass die mal seine Nachfolge antreten sollen. Das hat er mir gegenüber bisher immer verneint.

Vorteil für beide wäre, dass Sie wüssten, dass das Geschäft fortgeführt wird von jemanden, der unternehmerisch denkt und das Unternehmen stabil halten kann. Zudem könnte ich meinem Chef die Aufgaben abnehmen die er gar nicht gerne macht - Reisetätigkeiten auf Messen bzw. zu Kunden (da hat er sich bereits nahezu komplett rausgezogen), Personalgespräche etc.

Auf groß Wachstum ist hier auch derzeit nichts ausgelegt. Zudem ist die Branche volatil, du kannst nicht jedes Jahr das gleiche Ergebnis einfahren, weil wir als Handelsunternehmen auch immer abhängig von den Preisen der Hersteller, also unserer Partner sind.

Entscheidend ist für mich folgender Punkt: Wenn meine Kollegin und ich hier mal reinhauen sollten, kann er sich wieder 8h+ pro Tag hier ins Büro setzen und sich wieder mit dem Tagesgeschäft auseinander setzen, statt wie aktuell Golf spielen zu gehen, sich um seine Investments zu kümmern und nur das nötigste in seinen Bereich investieren zu müssen, weil "es ja läuft".
Meine Kollegin hat frisch einen Partner aus Hamburg - das ist 5-6h entfernt. Ich vermute, die wird noch 3-6 Jahre hier sein, bis ihre Söhne zuhause ausziehen, dann geht sie ggf. hoch in den Norden. Die hat "ausgesorgt", weil sie beim vorherigen Arbeitgeber in der GL war. Die "muss" nicht bis 67 arbeiten, schon gar nicht hier, weil die ein gutes Netzwerk hat.

Ich müsste nichtmal GF/GS werden, wenn er noch 10-15 Jahre machen, oder seine Töchter reinholen will. Das würde für mich auch passen.
Prokura wäre auch was, womit ich gut leben könnte. Oder halt einfach einen Gehaltsentwicklungsplan á la "wenn XY passiert, gibt es XY als Anpassung" und nicht immer in dieser Bittsteller-Haltung ankommen zu müssen. Da es hier nicht einmal automatischen Inflationsausgleich gibt, führt es sonst dazu, dass ich eigentlich für immer weniger Geld arbeite, wenn ich nicht jährlich um ein Gespräch bitte. Nur dadurch konnte ich jährliche Steigerungen erzielen.

Das Argument, was letztes Jahr und jetzt wieder angebracht wird - "wir verdienen aktuell weniger" ist halt für mich vorgeschoben. Eine Strategie kann man unabhängig davon entwickeln meiner Meinung nach. Ich komme aber nicht aus der HR und war noch nie in einem Konzern, daher weiß ich nicht, wie sowas dort gehandhabt wird.

Ich möchte auch nochmal betonen, dass ich nicht unzufrieden bin. Ich weiß auch die nicht monetären Punkte und den Dienstwagen sehr zu schätzen, möchte aber weiterkommen.
Zuletzt geändert von Asmodäus am 4. Feb 2026, 13:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Asmodäus hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 13:23
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 13:00 Welchen Vorteil hätte das Unternehmen bzw die bisherigen Teilhaber denn, wenn du statt wie bisher als Sachbearbeiter/Mitarbeiter zukünftig als Gesellschafter/Geschäftsführer tätig wirst?
Berechtigte Frage. Vorab kurz zur Einordnung, nicht weil ich da Wert drauf lege, sondern um meine Tätigkeit zu verstehen: Ich bin kein Sachbearbeiter. In Konzernen wäre das, was ich tue wohl Key-Account-Management bzw. Gebietsverantwortlicher. Hier sind die Übergänge halt fließend, weil wir so klein sind. Ich übernehme auch Verhandlungen auf Einkaufsseite etc.

Zur eigentlichen Frage:

Gesellschafter 1 ist die Witwe des verstorbenen Gründers. Die arbeitet aktuell auch noch 2-3 Tage á 4-5 Stunden hier, hat aber schon angekündigt, dass sie sich rausziehen wird. Die hat eine Tochter, die frisch Mutter geworden ist. Der Schwiegersohn hat hier mal gearbeitet, wurde aber gekündigt, weil er eine Flasche ist -> Keine Gefahr von der Seite
Gesellschafter 2 ist mein Chef. Der hat auch zwei Töchter (18 & 16) - kann natürlich sein, dass die mal seine Nachfolge antreten sollen. Das hat er mir gegenüber bisher immer verneint.

Vorteil für beide wäre, dass Sie wüssten, dass das Geschäft fortgeführt wird von jemanden, der unternehmerisch denkt und das Unternehmen stabil halten kann. Zudem könnte ich meinem Chef die Aufgaben abnehmen die er gar nicht gerne macht - Reisetätigkeiten auf Messen bzw. zu Kunden (da hat er sich bereits nahezu komplett rausgezogen), Personalgespräche etc.

Auf groß Wachstum ist hier auch derzeit nichts ausgelegt. Zudem ist die Branche volatil, du kannst nicht jedes Jahr das gleiche Ergebnis einfahren, weil wir als Handelsunternehmen auch immer abhängig von den Preisen der Hersteller, also unserer Partner sind.

Entscheidend ist für mich folgender Punkt: Wenn meine Kollegin und ich hier mal reinhauen sollten, kann er sich wieder 8h+ pro Tag hier ins Büro setzen und sich wieder mit dem Tagesgeschäft auseinander setzen, statt wie aktuell Golf spielen zu gehen, sich um seine Investments zu kümmern und nur das nötigste in seinen Bereich investieren zu müssen, weil "es ja läuft".

Ich müsste nichtmal GF/GS werden, wenn er noch 10-15 Jahre machen, oder seine Töchter reinholen will. Das würde für mich auch passen.
Prokura wäre auch was, womit ich gut leben könnte. Oder halt einfach einen Gehaltsentwicklungsplan á la "wenn XY passiert, gibt es XY als Anpassung" und nicht immer in dieser Bittsteller-Haltung ankommen zu müssen. Da es hier nicht einmal automatischen Inflationsausgleich gibt, führt es sonst dazu, dass ich eigentlich für immer weniger Geld arbeite, wenn ich nicht jährlich um ein Gespräch bitte. Nur dadurch konnte ich jährliche Steigerungen erzielen.

Das Argument, was letztes Jahr und jetzt wieder angebracht wird - "wir verdienen aktuell weniger" ist halt für mich vorgeschoben. Eine Strategie kann man unabhängig davon entwickeln meiner Meinung nach. Ich komme aber nicht aus der HR und war noch nie in einem Konzern, daher weiß ich nicht, wie sowas dort gehandhabt wird.

Ich möchte auch nochmal betonen, dass ich nicht unzufrieden bin. Ich weiß auch die nicht monetären Punkte und den Dienstwagen sehr zu schätzen, möchte aber weiterkommen.
Könntest du den Kauf der Anteile stemmen?
Möchte dein Chef denn überhaupt kürzer treten? (sorry, falls ich das überlesen habe)
GF ohne Anteile wäre für die zwei sicherlich sinnvoller, würde ich an deiner Stellen bei einem Unternehmer der Größenordnung nicht machen.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Harun hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 13:29
Asmodäus hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 13:23
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 13:00 Welchen Vorteil hätte das Unternehmen bzw die bisherigen Teilhaber denn, wenn du statt wie bisher als Sachbearbeiter/Mitarbeiter zukünftig als Gesellschafter/Geschäftsführer tätig wirst?
Berechtigte Frage. Vorab kurz zur Einordnung, nicht weil ich da Wert drauf lege, sondern um meine Tätigkeit zu verstehen: Ich bin kein Sachbearbeiter. In Konzernen wäre das, was ich tue wohl Key-Account-Management bzw. Gebietsverantwortlicher. Hier sind die Übergänge halt fließend, weil wir so klein sind. Ich übernehme auch Verhandlungen auf Einkaufsseite etc.

Zur eigentlichen Frage:

Gesellschafter 1 ist die Witwe des verstorbenen Gründers. Die arbeitet aktuell auch noch 2-3 Tage á 4-5 Stunden hier, hat aber schon angekündigt, dass sie sich rausziehen wird. Die hat eine Tochter, die frisch Mutter geworden ist. Der Schwiegersohn hat hier mal gearbeitet, wurde aber gekündigt, weil er eine Flasche ist -> Keine Gefahr von der Seite
Gesellschafter 2 ist mein Chef. Der hat auch zwei Töchter (18 & 16) - kann natürlich sein, dass die mal seine Nachfolge antreten sollen. Das hat er mir gegenüber bisher immer verneint.

Vorteil für beide wäre, dass Sie wüssten, dass das Geschäft fortgeführt wird von jemanden, der unternehmerisch denkt und das Unternehmen stabil halten kann. Zudem könnte ich meinem Chef die Aufgaben abnehmen die er gar nicht gerne macht - Reisetätigkeiten auf Messen bzw. zu Kunden (da hat er sich bereits nahezu komplett rausgezogen), Personalgespräche etc.

Auf groß Wachstum ist hier auch derzeit nichts ausgelegt. Zudem ist die Branche volatil, du kannst nicht jedes Jahr das gleiche Ergebnis einfahren, weil wir als Handelsunternehmen auch immer abhängig von den Preisen der Hersteller, also unserer Partner sind.

Entscheidend ist für mich folgender Punkt: Wenn meine Kollegin und ich hier mal reinhauen sollten, kann er sich wieder 8h+ pro Tag hier ins Büro setzen und sich wieder mit dem Tagesgeschäft auseinander setzen, statt wie aktuell Golf spielen zu gehen, sich um seine Investments zu kümmern und nur das nötigste in seinen Bereich investieren zu müssen, weil "es ja läuft".

Ich müsste nichtmal GF/GS werden, wenn er noch 10-15 Jahre machen, oder seine Töchter reinholen will. Das würde für mich auch passen.
Prokura wäre auch was, womit ich gut leben könnte. Oder halt einfach einen Gehaltsentwicklungsplan á la "wenn XY passiert, gibt es XY als Anpassung" und nicht immer in dieser Bittsteller-Haltung ankommen zu müssen. Da es hier nicht einmal automatischen Inflationsausgleich gibt, führt es sonst dazu, dass ich eigentlich für immer weniger Geld arbeite, wenn ich nicht jährlich um ein Gespräch bitte. Nur dadurch konnte ich jährliche Steigerungen erzielen.

Das Argument, was letztes Jahr und jetzt wieder angebracht wird - "wir verdienen aktuell weniger" ist halt für mich vorgeschoben. Eine Strategie kann man unabhängig davon entwickeln meiner Meinung nach. Ich komme aber nicht aus der HR und war noch nie in einem Konzern, daher weiß ich nicht, wie sowas dort gehandhabt wird.

Ich möchte auch nochmal betonen, dass ich nicht unzufrieden bin. Ich weiß auch die nicht monetären Punkte und den Dienstwagen sehr zu schätzen, möchte aber weiterkommen.
Könntest du den Kauf der Anteile stemmen?
Möchte dein Chef denn überhaupt kürzer treten? (sorry, falls ich das überlesen habe)
GF ohne Anteile wäre für die zwei sicherlich sinnvoller, würde ich an deiner Stellen bei einem Unternehmer der Größenordnung nicht machen.
Noch nie darüber gesprochen, was dafür aufgerufen wird. Er hatte letztes Jahr mal eine Formulierung wie "Gesellschaftsanteile erwerben oder sich verdienen" fallen lassen. Wäre wohl auch meine bevorzugte Variante, weil ich mein Depot nicht plündern möchte. Charmant wäre es eher weil ich dann zum Teil "für mich selbst arbeiten" würde. Ich glaube auch nicht, dass ich hier 50% oder sowas bekommen könnte, denke eher im Bereich 5-10%, so hat mein Chef nämlich auch angefangen. Jetzt hat er 50%.

Als meine Kollegin und ich ins Unternehmen gekommen sind, war das sein Plan, ja. Eben weil er vorher sämtliche Entscheidungen, bis ins letzte Detail selber terffen musste, weil sie vorherigen Vertriebler sich immer komplett abgesichert haben und seine Zustimmung eingeholt haben. Ich (bzw. wir) sind da anders. Er ist jetzt wie gesagt nur noch 4-6h pro Tag im Unternehmen und lässt alles laufen, weil wir uns drum kümmern. So kann er sicher noch 10-15 Jahre machen, ist ja entspannt für ihn.

Ich müsste ihm also eher klar machen, was passiert wenn ich bzw. wir mal keine Lust mehr haben. Aber drohen will ich eigentlich nicht, sondern diplomatisch einen Entwicklungsplan erzielen. Ich bin eh in der schlechteren Position.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Dein stärkstes Argument ist also, was wäre wenn du weg bist, du willst aber nicht weg.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Asmodäus hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 13:37 Ich müsste ihm also eher klar machen, was passiert wenn ich bzw. wir mal keine Lust mehr haben. Aber drohen will ich eigentlich nicht, sondern diplomatisch einen Entwicklungsplan erzielen. Ich bin eh in der schlechteren Position.
Nicht jeder Chef kann mit so einem Ansatz umgehen. Manche fühlen sich da auf den Schlips getreten.

An deiner Stelle würde ich versuchen mich auf ein Vergütungsmodell wie Tantieme zu einigen.
Wenn du da was aufgebaut hast, das betonen und aufzeigen, wo du noch Potenzial siehst.
Dann noch sagen wie gerne man im Unternehmen arbeitet, dass man mehr Verantwortung übernehmen und noch lange Teil der Entwicklung bleiben möchte. Mit einem erfolgsabhängigen Modell wüsste dein Chef auch weiterhin, dass du zu 100% hinter der Firma stehst und dir würde es eine langfristige Perspektive geben.

Irgendwie so :-)

Schlecht ist natürlich, dass eure Zahlen aktuell nicht so rosig sind.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Asmodäus hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 12:36 Bei mir steht ein Jahresgespräch mit meinem Chef an. Mein Ziel ist es, neben einer kurzfristigen Gehaltsanpassung einen langfristigen Entwicklungsplan zu erhalten, der mir bei meinem Einstieg ins Unternehmen vor vier Jahren in Aussicht gestellt wurde (eines Tages Prokura, Geschäftsführung übernehmen, ggf. Anteile).

Ich arbeite in einem kleinen Handelsunternehmen für Rohstoffe im Nahrungsmittelbereich mit 8 Mann, welches allerdings finanziell recht erfolgreich ist. Unter dem Strich bleiben seit 2021 sehr hohe Gewinne über (~800k - 1Mio), die die zwei Gesellschafter sich ausschütten können.

Den Hauptteil des Deckungsbeitrages erzielt dabei mein Chef selber - er managed das Produkt, das sowohl das meiste Volumen, als auch die höchsten Deckungsbeiträge erzielt.

Mir selber geht es hier nicht schlecht. Ich habe meinen Wunschdienstwagen (der woanders ein GF-Wagen wäre), kann meine Zeit und Tätigkeit frei einteilen und werde nicht wirklich kontrolliert. Mein Stresslevel ist sehr entspannt. Ich muss in keinen dämlichen Status-aller-Status-Meetings sitzen, sondern kann mich auf meine Vertriebstätigkeiten (und LiLo) konzentrieren. Das gefällt mir sehr und sollte in der Gleichung berücksichtigt werden. Mein Gehalt ist okay, aber nicht überragend. Freunde von mir, die keinen Bachelor haben (so wie ich), aber in Konzernen arbeiten, verdienen 10-30k mehr, was man aber wohl immer hat.
Mir geht es hier also wirklich nicht schlecht. Ich kann jeden Monat nen Taui in Aktien stecken, was wohl nicht jeder kann - lebe allerdings auch minimalistisch, ohne auf etwas zu verzichten.

Ich habe in den letzten vier Jahren hier insgesamt Gehaltssprünge von knapp 20% gemacht. Berücksichtigt man die Inflation, ergibt sich aber "nur" eine Reallohnentwicklung von 4%.

Mein Chef hat mir zur Vorbereitung auf unser Gespräch nun eine Übersicht geschickt, in der er die Erträge und Kosten unseres 2-Mann Verkaufsteams gegenüberstellt.
Die Entwicklung sieht schlecht aus, so wie er es darstellt. Was auch damit zu tun hat, dass in der Rohstoffbranche die Erträge zur Pandemie-Zeit massiv nach oben gegangen sind - kann man sich ja auch bei den großen Aktiengesellschaften (ADM, Brenntag etc.) ansehen. Es konnten zu dieser Zeit überpropotionale Gewinne erzielt werden. Nun, wo sich alles wieder normalisiert hat, muss man natürlich mehr ums Geschäft kämpfen und verliert den ein oder anderen Kunden.

Gleichzeitig habe ich einen Produktbereich hier aufgebaut, der mittlerweile Erträge abwirft, die höher als mein Bruttolohn sind. Ob er meine gesamten Kosten inkl. Dienstwagen, Abgaben an Vater Staat usw. trägt weiß ich nicht, glaube ich aber nicht. Wird wohl etwas darunter liegen - nur dieser eine Produktbereich - einer von mehreren, den ich bzw. ich und meine Kollegin betreuen. Und diesen einen betreue ich von vorne bis hinten komplett selbst. Nicht nur strategisch, sondern auch in der täglichen Abwicklung.

Den ersten "Fehler", den er hier meiner Meinung nach macht ist, dass er unsere Erträge mit den Kosten aller Mitarbeiter (sich bzw. sein Gehalt hat er rausgerechnet) gegenüberstellt. Nicht alle Mitarbeiter "kosten" für die Produkte, die wir betreuen. Teilweise unterstützen 1-2 Mitarbeiter zu 80-90% meinen Chef und müssen daher in meinen Augen aus der Kostenübersicht herausgenommen werden.

-> Wie teile ich das am politisch korrektesten mit, ohne dass es sofort als Angriff wirkt?

Weiterhin die Frage, ob sich jemand mit Dynamics 365 Business Central auskennt.
Die Erträge, die er mir mit an die Hand gegeben hat, sind meiner Meinung nach einfach Pi mal Daumen gerechnet und dabei sind nicht mal alle Produktgruppen berücksichtigt. Ich will in unserem Warenwirtschaftssystem nachprüfen, wie hoch die Erträge wirklich sind, ohne jeden Artikel/Kunden einzeln durchzuklicken.
Ich will einen Bericht über Artikelkategorien haben, finde dazu aber keine Möglichkeit (das, was ChatGPT mir sagt, finde ich bei uns nicht)

-> Hat hier jemand Ahnung von Berichten im BC?

Last but not least - ich will ihm verständlich machen, dass er langfristig denken soll. Er, als Gesellschafter hat ja auch etwas davon, wenn er zukünftig kürzer treten kann, ich seinen Produktbereich (teilweise) übernehme und er dann halt von seinen Gesellschafter Ausschüttungen lebt. Zusätzlich hat er durch mich und meine Kollegin null Stress - der ist am Tag vielleicht 4-5 Stunden im Unternehmen, alles andere klären wir für ihn und gehen nur auf ihn zu, wenn wir uns absichern wollen bzw. "wirklich" große Probleme anstehen. Die Mitarbeiter, die hier den Vertrieb vor uns gemacht haben, waren da anders - die sind wegen jedem Scheiß auf ihn zugekommen und haben ihn massiv gestresst. Diese Erleichterung, die er dadurch hat, sieht man natürlich nicht in Zahlen. Er sollte dafür aber etwas von "seinem" Ertrag an seine Mitarbeiter (mich) abgeben meiner Meinung nach.

-> Auch hier, wie mache ich ihm das am besten verständlich, ohne dass es als Angriff wirkt?

Im letzten Jahr hatten wir über eine Gewinnbeteiligung gesprochen. Da hat er mir gesagt das hätte der Steuerberater als "schwierig" angesehen, wenn das ein Mitarbeiter bekommt, alle anderen aber nicht. Wir erhalten alle am Jahresende meistens nochmal einen Obolus, meistens ein halbes bzw. volles Monatsgehalt extra. Ich glaube, dass hier auch alle das gleiche bekommen - wissen tue ich es aber nicht.

-> Ist dem wirklich so, dass das rechtlich schwierig ist, oder ist das nur ein Vorwand?

Ich wäre offen dafür, dass mein aktuelles Gehalt 'ne Nullrunde macht, oder halt nur leicht angepasst wird. Ich bin hier glücklich. Mein Fokus liegt auf einem langfristigen Plan, weil ich kein Bock habe jedes Jahr wie so ein Esel der Karotte hinterherzulaufen und um ein Gespräch zu bitten. Die finden zum einen hier nämlicih nur auf Nachfrage statt und zum anderen führt mein Chef diese ausgesprochen ungern, das merkt man.

Merci für eure Tipps/Eindrücke.

Ich supporte BC. Müsste dazu aber wissen welche Module lizensiert sind und ob noch weitere Apps genutzt werden.
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Die Einblicke sind recht detailiert, und dennoch sieht es für mich ein wenig nach der ewigen Gretchenfrage inhabergeführter Unternehmen aus:

Warum sollte er Dich "hochlassen" oder "reinlassen", was nur ein anderes Wort ist für: Mehr von seiner Kohle abdrücken?

Wenn Du zeigst, dass Du eigentlich zufrieden bist und diesen Eindruck auch die letzten Jahre gemacht hast, könnte er auch einfach darauf zocken, dass Du weiter machst bis er ausgesorgt hat (Kohle kommt ja genug rein dafür). Den Job machst Du ja offenbar gut genug.

Ich würde da aus eigener Erfahrung nie unterschätzen, wie sehr es Inhabern um den eigenen Beutel gehen kann und wie sehr sie als Schluss daraus die MA rein opportunistisch als austauschbare Erfüllungsgehilfen betrachten, wenn es hart auf hart kommt.

Gerade wenn sie den Laden selber aufgebaut haben, inkl. der Phase wo sie alles gemacht haben, tut oft jeder Euro der weg geht weh. Ich kenne Inhaber, die das Unternehmen lieber an die Wand gefahren haben als sich rechtzeitig und als gute Leute da waren um eine langfristige Nachfolge zu kümmern, weil das bedeutet hätte, Macht und vor allem Geld abzugeben. Auch haben die normalerweise zwangsweise gelernt, dass es auch ohne Person XY immer irgendwie weiter geht.

Gute Leute dann mit mündlichen (!) Versprechungen zu ködern, ist da natürlich die Methode schlechthin. Worte kosten nichts.

Ich will gar nicht davon ausgehen, dass sich das in diesem Fall so verhält, aber das sind leider meine überwiegenden Erfahrungen aus etwa 15 Jahren im großteils inhabergeführten Mittelstand.

Wenns Dir damit ernst ist, da langfristig einzusteigen, würde ich einen schriftlich fixierten Entwicklungsplan mit zu erfüllenden KPIs und einem Zeitplan einfordern. Dann ist normalerweise ganz schnell klar, wie es wirklich aussieht. Mündlich ist leider auch bei allerbestem gegenseitigen Verständis exakt nichts wert, wenn am Ende die Ente kackt.

Ersatzweise noch ein paar Jahre warten und die Erbin heiraten. LG
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 13:48 Dein stärkstes Argument ist also, was wäre wenn du weg bist, du willst aber nicht weg.
Ob es das stärkste ist, ist deine Bewertung. Kann schon sein. Ich habe einige Argumente aufgezählt. Das, was du schreibst, ist ein Argument von mehreren.
Harun hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 14:03
Asmodäus hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 13:37 Ich müsste ihm also eher klar machen, was passiert wenn ich bzw. wir mal keine Lust mehr haben. Aber drohen will ich eigentlich nicht, sondern diplomatisch einen Entwicklungsplan erzielen. Ich bin eh in der schlechteren Position.
Nicht jeder Chef kann mit so einem Ansatz umgehen. Manche fühlen sich da auf den Schlips getreten.

An deiner Stelle würde ich versuchen mich auf ein Vergütungsmodell wie Tantieme zu einigen.
Wenn du da was aufgebaut hast, das betonen und aufzeigen, wo du noch Potenzial siehst.
Dann noch sagen wie gerne man im Unternehmen arbeitet, dass man mehr Verantwortung übernehmen und noch lange Teil der Entwicklung bleiben möchte. Mit einem erfolgsabhängigen Modell wüsste dein Chef auch weiterhin, dass du zu 100% hinter der Firma stehst und dir würde es eine langfristige Perspektive geben.

Irgendwie so :-)

Schlecht ist natürlich, dass eure Zahlen aktuell nicht so rosig sind.
"Nicht so rosig" bedeutet aber nicht defizitär. Denke, wir machen dieses Jahr dann 200-400k, statt 800k - 1Mio als Betriebsergebnis, wovon er wie gesagt einen großen Teil erwirtschaftet, das ist richtig.
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Certa
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Asmodäus hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 14:27
Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 13:48 Dein stärkstes Argument ist also, was wäre wenn du weg bist, du willst aber nicht weg.
Ob es das stärkste ist, ist deine Bewertung. Kann schon sein. Ich habe einige Argumente aufgezählt. Das, was du schreibst, ist ein Argument von mehreren.
Harun hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 14:03
Asmodäus hat geschrieben: zum Beitrag navigieren4. Feb 2026, 13:37 Ich müsste ihm also eher klar machen, was passiert wenn ich bzw. wir mal keine Lust mehr haben. Aber drohen will ich eigentlich nicht, sondern diplomatisch einen Entwicklungsplan erzielen. Ich bin eh in der schlechteren Position.
Nicht jeder Chef kann mit so einem Ansatz umgehen. Manche fühlen sich da auf den Schlips getreten.

An deiner Stelle würde ich versuchen mich auf ein Vergütungsmodell wie Tantieme zu einigen.
Wenn du da was aufgebaut hast, das betonen und aufzeigen, wo du noch Potenzial siehst.
Dann noch sagen wie gerne man im Unternehmen arbeitet, dass man mehr Verantwortung übernehmen und noch lange Teil der Entwicklung bleiben möchte. Mit einem erfolgsabhängigen Modell wüsste dein Chef auch weiterhin, dass du zu 100% hinter der Firma stehst und dir würde es eine langfristige Perspektive geben.

Irgendwie so :-)

Schlecht ist natürlich, dass eure Zahlen aktuell nicht so rosig sind.
"Nicht so rosig" bedeutet aber nicht defizitär. Denke, wir machen dieses Jahr dann 200-400k, statt 800k - 1Mio als Betriebsergebnis, wovon er wie gesagt einen großen Teil erwirtschaftet, das ist richtig.
Ich versuche mich nur in die Lage deines Gegenübers zu versetzen: du bist ein guter Mitarbeiter, der ordentlich abliefert und nicht zur Konkurrenz/woanders hin gehen will. Warum sollte ich dir mehr als die jährlichen X Prozent Lohnerhöhung geben, wenn alles was du als Gewinnbeteiligung kriegst automatisch von meinem eigenen Anteil abgeht?
schlimmfinger
Lounger
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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread

Vereinbare harte und messbare Ziele (KPI):
1. Umsatzsteigerung in U% in der Sparte X, bei einer (durchschnittlichen) Mindestmarge von Y% --> z.B. 0,2% von der Umsatzsteigerung für dich als Bonus

Ich hatte auch harte KPI in meinem Bonusplan, und der Bonus-Vertrag hatte mind. 5 Seiten jedes Jahr.... und jedes Jahr gab es einen neuen, angepassten Bonus-Vertrag.

Rechne dir aus, was du wirklich schaffen kannst bei 80%, 100%, 120% und mehr Erreichung deiner Ziele (Tabelle).
Was bringt das für Einnahmen bei deinem Unternehmen und was kostest du dafür?
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