Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

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Altmeister
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Kenne niemanden von den Leuten von früher, die so dahergeredet haben – und das waren viele – der den Gegenwert eines Hauses von aktuell 850Tausend bis 1 Million tatsächlich binnen 15-20 Jahren gespart und bar hätte. Das ist ja nicht neu, sondern war auch schon vor über 20 Jahren so, dass es angeblich viel schlauer ist zu mieten. :kappa:
@BlackStarZ

Mieten mag in Städten wie London, New York etc. pp. nicht anders gehen. Aber mir so schnell wie möglich Eigentum zu kaufen, ist unter den Top 3 der besten Entscheidungen meines Lebens. Ohne eigenes Haus mit großem Garten wäre ich mit meinem Leben jedenfalls nicht zufrieden!
Weil wie es ausschaut lebt man nur einmal, und da hab ich mich nie in einer Wohnung gesehen ohne Garten.
Ich wusste schon als Sechsjähriger, dass mein Opa viel-viel - vielmehr Lebensqualität hatte als meine Eltern und ich. Zur selben Zeit, als mein Opa ein altes Haus mit großem Grundstück besaß, hatte er ein Vielfaches an Lebensqualität im Vergleich zu uns, die wir damals als ich Kind war in einer gemieteten Vierzimmerwohnung lebten.
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Altmeister hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 11:38 Kenne niemanden von den Leuten von früher, die so dahergeredet haben – und das waren viele – der den Gegenwert eines Hauses von aktuell 850Tausend bis 1 Million tatsächlich binnen 15-20 Jahren gespart und bar hätte. Das ist ja nicht neu, sondern war auch schon vor über 20 Jahren so, dass es angeblich viel schlauer ist zu mieten. :kappa:
@BlackStarZ

Mieten mag in Städten wie London, New York etc. pp. nicht anders gehen. Aber mir so schnell wie möglich Eigentum zu kaufen, ist unter den Top 3 der besten Entscheidungen meines Lebens. Ohne eigenes Haus mit großem Garten wäre ich mit meinem Leben jedenfalls nicht zufrieden!
Weil wie es ausschaut lebt man nur einmal, und da hab ich mich nie in einer Wohnung gesehen ohne Garten.
Ich wusste schon als Sechsjähriger, dass mein Opa viel-viel - vielmehr Lebensqualität hatte als meine Eltern und ich. Zur selben Zeit, als mein Opa ein altes Haus mit großem Grundstück besaß, hatte er ein Vielfaches an Lebensqualität im Vergleich zu uns, die wir damals als ich Kind war in einer gemieteten Vierzimmerwohnung lebten.
Man redet sich glaube ich jede irrationale Lifestyle-Entscheidung schön. Gerade wenn es Richtung Haus abbezahlt geht und man einen Gegenwert von 1 Mio. € hat zahlt man effektiv jeden Monat an die 4k "Miete" für das Haus (= Opportunitätskosten, großzügig mal gerechnet, dass Rendite des Hauses minus Instandhaltung und sämtliche Nebenkosten 2,x % erwirtschaften).

Jemand anders wird sagen: "Ich bin froh, dass ich mir kein Haus gekauft habe, sonst hätte ich nie die Weltreise gemacht, den Job mit doppeltem Gehalt und besserer Lebensqualität 200Km entfernt genommen, umgezogen nachdem die Gegend immer schlechter geworden ist" etc...

Wieso Mieter nicht in einem Haus mit Garten leben können, erschließt sich mir nicht.

Zu einem großen Depot gehört einfach Rationalität und Spardisziplin - persönlich brauchte ich nie eine Bank, die mich zwingt zu Sparen und wenn ich Bock hatte länger zu Reisen wurde eben mal nicht gespart oder weniger. Wer das hat, hat in 99% der Fälle in den letzten 10 Jahren heute mehr Freiheit mit der Entscheidung Depot, als mit dem Haus bzw. könnte das Haus ja dann heute mit dem Depot kaufen und würde selbst zu den teureren Preisen heute im Rückblick eine super Entscheidung getroffen haben.

Bezüglich deiner Anmerkung kennst du dann jetzt eine Ausnahme. Dies ist zudem das später gesparte Depot ab ca. 2019. Das Depot früher ist deutlich über 100% im Plus...
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M. Cremaster
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Das ist halt hochindividuell, womit man glücklich wird (Lifestyle Entscheidung eben).
Der größte Nutzen der Erkenntnis, dass man mit Mieten sogar besser als beim Hauskauf finanziell wegkommen kann (!), ist doch, dass man nicht auf Zwang und über seine Verhältnisse hinaus etwas kaufen muss.

Ich habe das bei einigen Bekannten mitbekommen, die in Häuser für 500-600k gezogen sind … das verstehe ich nicht.
Dicht besiedelt, kleiner Garten, es muss noch ne Menge gemacht werden - aber hauptsache ein Eigenheim.
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

M. Cremaster hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:06 Das ist halt hochindividuell, womit man glücklich wird (Lifestyle Entscheidung eben).
Der größte Nutzen der Erkenntnis, dass man mit Mieten sogar besser als beim Hauskauf finanziell wegkommen kann (!), ist doch, dass man nicht auf Zwang und über seine Verhältnisse hinaus etwas kaufen muss.

Ich habe das bei einigen Bekannten mitbekommen, die in Häuser für 500-600k gezogen sind … das verstehe ich nicht.
Dicht besiedelt, kleiner Garten, es muss noch ne Menge gemacht werden - aber hauptsache ein Eigenheim.
Sehe ich auch so, ist halt eine Entscheidung je nach Einzelfall. Hat vermutlich auch viel damit zu tun, wie man selbst aufgewachsen ist. Meine Schwägerin musste auch unbedingt ein Haus haben, weil sie in einem Haus aufgewachsen ist. Seit Jahren nur Stress weil Dach, Keller, Heizung, Fassade nacheinander zur Baustelle werden und dafür haben die noch 500k Kaufpreis bezahlt und irgendwo in die Pampa gezogen.
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

M. Cremaster hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:06 Das ist halt hochindividuell, womit man glücklich wird (Lifestyle Entscheidung eben).
Der größte Nutzen der Erkenntnis, dass man mit Mieten sogar besser als beim Hauskauf finanziell wegkommen kann (!), ist doch, dass man nicht auf Zwang und über seine Verhältnisse hinaus etwas kaufen muss.

Ich habe das bei einigen Bekannten mitbekommen, die in Häuser für 500-600k gezogen sind … das verstehe ich nicht.
Dicht besiedelt, kleiner Garten, es muss noch ne Menge gemacht werden - aber hauptsache ein Eigenheim.
Da gebe ich dir ebenfalls Recht: Dass jeder Heinz meint, weil es die Gesellschaft predigt, er wird nur im Eigenheim glücklich. Sich dann auf Jahre Urlaub ganz zu versagen oder zu reduzieren und an anderen Stellen massiv einzuschränken nur um das Maximum Haus zu haben, was man sich irgendwie leisten kann.
Oft wird auch hier aus meiner Sicht geschaut, wie man im Vergleich zu Freunden etc. Nachbarn da steht.

Dass dann 20 Jahre später die Leute oft in Wohnformen kochen, die gar keinen Sinn mehr machen, wird auch oft Vergessen. Im dümmsten Fallen entstehen dann hier noch unnötige Folgekosten (Räume die beheizt werden, obwohl man sie gar nicht mehr nutzt, der Gärtner der kommen muss, weil man es selbst nicht mehr kann/ will etc.). Häuser sind oft ein Abbild des geplanten tollen Lebens, was es so dann doch nie oder nur einen kurzen Zeitraum gab..

Persönlich denke ich man kommt in der Regel mit Mieten immer besser weg. Es gibt natürlich Nachteile, wie Eigenbedarfsrisiko etc, die man aber alle gut umschiffen kann.
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Baulöwenstier hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 09:39
BlackStarZ hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 08:33 Wahnsinn. Danke für den Einblick. Die pure Transparenz :-)


Mir kam gestern der Gedanke das es theoretisch auch möglich wäre einfach bis zur Millionen zu sparen.

Dem steht aber ein potentieller Hauskauf entgegen in sagen wir 6 Jahren.

Hat sich jemand von euch schon mal damit auseinander gesetzt? Rein betriebswirtschaftlich?

Also natürlich könnte ich das auf sagen wir 25 Jahre berechnen und dann geht viel Geld alleine für den Hauskredit drauf, während das Depot gewachsen wäre. Am Ende ist das Haus aber auch mehr Wert als zu Beginn der Finanzierung, doch da wird es dann knifflig. Wie viel mehr Wert und macht dies Zinsen + Börsenplus wieder wett oder bleibe ich am Ende finanztechnisch hinter der Sparlösung? Man könnte ja bei 600 o. 700k immer noch ein Haus kaufen, dann ganz ohne Zinslast. Vielleicht auch ein Modell?

Ich meine ich brauche nicht unbedingt eine Million aufm Konto aber lusrig wäre es schon sich Millionär nennen zu können durch Arbeit :-)

Es gibt natürlich noch den nicht in Geld bemessbaren Mehrwert, den ein eigenes Haus bietet, schon klar.

Freue mich, wenn da einer Gedanken zu hat oder Erfahrung. Vor allem Wertentwicklung von Kaufpreis bis zum Ende der Finanzierung wäre sehr interessant.
Zu genau diesem Thema gibt's gute YouTube-Videos, z. B. von Finanztipp oder Gerd Kommer. Im Prinzip hat Torben89 aber schon die am häufigsten vorgetragenen Punkte genannt.
Ich persönlich würde ein Haus eher als Lifestyle-Entscheidung als als optimales Investment sehen.
Ich Feier deinen Benutzernamen und es ist sehr schade, dass es das Video, von dem das ist, nicht mehr online gibt
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Sorrow66
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Das ist natürlich super individuell.

Ich persönlich bin definitiv pro selbstgenutztem Eigentum, Mietobjekte würde ich aber auch nicht kaufen sondern hier die Börse vorziehen.

Mieten kann(!) Natürlich auch die bessere Entscheidung sein, aber auch Eigentum kann deutlich besser sein.

Wir haben 2017/2018 ein EFH gebaut mit einer Finanzierungsrate welche günstiger ist als die Miete ab so 2021 gewesen wäre.

Zudem ist das Objekt mittlerweile nochmal gut im Wert gestiegen (ursprünglich so 600k investiert + seitdem nochmal so 50k für Carport, pv und Garten) zu mittlerweile eher 750k, trotz Corona Immobilienkriese .

Die steigende Miete sollte man in seiner Kalkulation auch mit einberechnen, grade bezogen auf das Alter. Genauso wie den Hebel und den "Sparzwang" welchen man ja automatisch hat.

Ich bleibe dabei, wenn man den Wohnort langfristig nicht verändern will spricht deutlich mehr für, als gegen die eigene Immobilie.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen wie Torben89, aber statistisch gesehen sind die wohl extrem selten.

Wenn ich mich in meinem erweiterten Umfeld umsehe sind jene,welche sich eine Immobilie gekauft haben langfristig alle deutlich vermögender als jene die dies nicht getan haben, auch bei ähnlichen Einkommen. Ist aber natürlich auch nur eine Korrelation, das muss ich zugeben.


Edit: Ich möchte nochmal klarstellen, dass ein EFH natürlich nicht für jeden das richtige ist. Mit Eigentum meine ich natürlich ein für die Situation passendes Eigentum. Das kann ja auch eine 70 Quadratmeter Eigentumswohnung sein
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M. Cremaster
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Sorrow66 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:23

Wenn ich mich in meinem erweiterten Umfeld umsehe sind jene,welche sich eine Immobilie gekauft haben langfristig alle deutlich vermögender als jene die dies nicht getan haben, auch bei ähnlichen Einkommen. Ist aber natürlich auch nur eine Korrelation, das muss ich zugeben.
Schlag Mal jemanden vor, dass er 1500-2000€ monatlich in Aktien oder ETF buttert.
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Die Diskussion ist deshalb schwierig, weil es keine rein emotionale und keine rein finanzielle ist.

Alle gewichten das anders und deshalb sind Tipps meistens für die Füße, da der Gesprächspartner oft andere Prioritäten hat.

Man sollte mal einen Vergleichsrechner bemühen und eben die pro und cons kennen, mit der Entscheidung muss man sowieso alleine leben.
Knolle hat geschrieben:
kann man sich Synthol in den Penis injizieren?
Givenchy hat geschrieben:
Würdet ihr 10kg pure hundescheiße für 1kg muskelmasse essen ? Hätte keine gesundheitlichen auswirkungen, nur geschmack halt
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Sorrow66 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:23 Das ist natürlich super individuell.

Ich persönlich bin definitiv pro selbstgenutztem Eigentum, Mietobjekte würde ich aber auch nicht kaufen sondern hier die Börse vorziehen.

Mieten kann(!) Natürlich auch die bessere Entscheidung sein, aber auch Eigentum kann deutlich besser sein.

Wir haben 2017/2018 ein EFH gebaut mit einer Finanzierungsrate welche günstiger ist als die Miete ab so 2021 gewesen wäre.

Zudem ist das Objekt mittlerweile nochmal gut im Wert gestiegen (ursprünglich so 600k investiert + seitdem nochmal so 50k für Carport, pv und Garten) zu mittlerweile eher 750k, trotz Corona Immobilienkriese .

Die steigende Miete sollte man in seiner Kalkulation auch mit einberechnen, grade bezogen auf das Alter. Genauso wie den Hebel und den "Sparzwang" welchen man ja automatisch hat.

Ich bleibe dabei, wenn man den Wohnort langfristig nicht verändern will spricht deutlich mehr für, als gegen die eigene Immobilie.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen wie Torben89, aber statistisch gesehen sind die wohl extrem selten.

Wenn ich mich in meinem erweiterten Umfeld umsehe sind jene,welche sich eine Immobilie gekauft haben langfristig alle deutlich vermögender als jene die dies nicht getan haben, auch bei ähnlichen Einkommen. Ist aber natürlich auch nur eine Korrelation, das muss ich zugeben.


Edit: Ich möchte nochmal klarstellen, dass ein EFH natürlich nicht für jeden das richtige ist. Mit Eigentum meine ich natürlich ein für die Situation passendes Eigentum. Das kann ja auch eine 70 Quadratmeter Eigentumswohnung sein
Entscheidend ist glaube ich der Punkt, dass du sagst ihr habt 2017/2018 650k in das Haus gesteckt und es ist jetzt 750k Wert = 15,3 % Steigerung. Der MSCI World ist in dieser Zeit grob 250% gestiegen (waren natürlich top Jahre, aber auch im Mittel wird die Rechnung immer zugunsten des MSCI World ausfallen). Euer Haus ist heute gehebelt, aber irgendwann wird es das nicht mehr sein und die Miete hätte in der Zeit vermutlich keine 875 k gekostet. ;) Nach der Hebelung werden die wenigsten direkt ausziehen, weil finanziell schlechte Entscheidung.

Ich kann es absolut verstehen, wenn jemand ein Haus kauft, weil er unbedingt die Waschküche neben der Küche haben möchte und sich kein Leben mehr als 500m von Teich XY vorstellen kann. Mit Flexibilität ist Mieten aber, zumindest finanziell, in fast allen Fällen die bessere Entscheidung.
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

M. Cremaster hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:30
Sorrow66 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:23

Wenn ich mich in meinem erweiterten Umfeld umsehe sind jene,welche sich eine Immobilie gekauft haben langfristig alle deutlich vermögender als jene die dies nicht getan haben, auch bei ähnlichen Einkommen. Ist aber natürlich auch nur eine Korrelation, das muss ich zugeben.
Schlag Mal jemanden vor, dass er 1500-2000€ monatlich in Aktien oder ETF buttert.
Das meine ich ja.

Das macht (außerhalb vom Forum) niemand.

Da wären wie schon geschrieben 500 schon sehr viel.
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:30 Die Diskussion ist deshalb schwierig, weil es keine rein emotionale und keine rein finanzielle ist.

Alle gewichten das anders und deshalb sind Tipps meistens für die Füße, da der Gesprächspartner oft andere Prioritäten hat.

Man sollte mal einen Vergleichsrechner bemühen und eben die pro und cons kennen, mit der Entscheidung muss man sowieso alleine leben.

Dem würde ich 1:1 zustimmen. :thumbup:
M. Cremaster hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:30
Sorrow66 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:23

Wenn ich mich in meinem erweiterten Umfeld umsehe sind jene,welche sich eine Immobilie gekauft haben langfristig alle deutlich vermögender als jene die dies nicht getan haben, auch bei ähnlichen Einkommen. Ist aber natürlich auch nur eine Korrelation, das muss ich zugeben.
Schlag Mal jemanden vor, dass er 1500-2000€ monatlich in Aktien oder ETF buttert.
Das ist tatsächlich der Hauptpunkt - Kommer lesen und Kommer wirklich 100% durchziehen sind 2 Dinge. Viele Verkaufen dann doch im Crash oder wechseln andauernd die Strategie oder lassen die Sparrate aus, weil kein Druck einer Bank etc. Auch Schlafen viele Leute sicher mit Haus besser, da ich am Kapitalmarkt jeden Tag sehe, wenn mein Invest weniger wert ist - der Makler kommt eben nicht jeden Tag mit Gutachten vorbei.

Daher würde ich jedem zustimmen der sagt die Entscheidung für ein Haus führt in der Regel beim Durchschnittsmenschen zu mehr Wohlstand.
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Torben89 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:13
M. Cremaster hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:06 Das ist halt hochindividuell, womit man glücklich wird (Lifestyle Entscheidung eben).
Der größte Nutzen der Erkenntnis, dass man mit Mieten sogar besser als beim Hauskauf finanziell wegkommen kann (!), ist doch, dass man nicht auf Zwang und über seine Verhältnisse hinaus etwas kaufen muss.

Ich habe das bei einigen Bekannten mitbekommen, die in Häuser für 500-600k gezogen sind … das verstehe ich nicht.
Dicht besiedelt, kleiner Garten, es muss noch ne Menge gemacht werden - aber hauptsache ein Eigenheim.
Da gebe ich dir ebenfalls Recht: Dass jeder Heinz meint, weil es die Gesellschaft predigt, er wird nur im Eigenheim glücklich. Sich dann auf Jahre Urlaub ganz zu versagen oder zu reduzieren und an anderen Stellen massiv einzuschränken nur um das Maximum Haus zu haben, was man sich irgendwie leisten kann.
Oft wird auch hier aus meiner Sicht geschaut, wie man im Vergleich zu Freunden etc. Nachbarn da steht.

Dass dann 20 Jahre später die Leute oft in Wohnformen kochen, die gar keinen Sinn mehr machen, wird auch oft Vergessen. Im dümmsten Fallen entstehen dann hier noch unnötige Folgekosten (Räume die beheizt werden, obwohl man sie gar nicht mehr nutzt, der Gärtner der kommen muss, weil man es selbst nicht mehr kann/ will etc.). Häuser sind oft ein Abbild des geplanten tollen Lebens, was es so dann doch nie oder nur einen kurzen Zeitraum gab..

Persönlich denke ich man kommt in der Regel mit Mieten immer besser weg. Es gibt natürlich Nachteile, wie Eigenbedarfsrisiko etc, die man aber alle gut umschiffen kann.
Bin mehr gereist, als ich Lust dazu hatte! Das ist eben etwas, was viele dann auch nicht verstehen: Man kann sich im eigenen Haus mit großem Garten ein Setup schaffen, wo praktisch kein Urlaub mithalten kann! Viele reisen dann nicht mehr so viel, nicht weil es finanziell nicht möglich ist, sondern weil es einfach so schön ist und man theoretisch gar nicht mehr rausgehen muss.
Ist halt nicht jeder gleich und will ständig etwas "Neues"sehen. Wir haben uns vor zwei Jahren noch ein zweites Haus (Landhaus in Italien) an einem wunderschönen Ort gekauft, womit praktisch auch 90 % der Urlaube für die hoffentlich noch nächsten 40 Jahre feststehen. :)
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Torben89 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:30
Sorrow66 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:23 Das ist natürlich super individuell.

Ich persönlich bin definitiv pro selbstgenutztem Eigentum, Mietobjekte würde ich aber auch nicht kaufen sondern hier die Börse vorziehen.

Mieten kann(!) Natürlich auch die bessere Entscheidung sein, aber auch Eigentum kann deutlich besser sein.

Wir haben 2017/2018 ein EFH gebaut mit einer Finanzierungsrate welche günstiger ist als die Miete ab so 2021 gewesen wäre.

Zudem ist das Objekt mittlerweile nochmal gut im Wert gestiegen (ursprünglich so 600k investiert + seitdem nochmal so 50k für Carport, pv und Garten) zu mittlerweile eher 750k, trotz Corona Immobilienkriese .

Die steigende Miete sollte man in seiner Kalkulation auch mit einberechnen, grade bezogen auf das Alter. Genauso wie den Hebel und den "Sparzwang" welchen man ja automatisch hat.

Ich bleibe dabei, wenn man den Wohnort langfristig nicht verändern will spricht deutlich mehr für, als gegen die eigene Immobilie.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen wie Torben89, aber statistisch gesehen sind die wohl extrem selten.

Wenn ich mich in meinem erweiterten Umfeld umsehe sind jene,welche sich eine Immobilie gekauft haben langfristig alle deutlich vermögender als jene die dies nicht getan haben, auch bei ähnlichen Einkommen. Ist aber natürlich auch nur eine Korrelation, das muss ich zugeben.


Edit: Ich möchte nochmal klarstellen, dass ein EFH natürlich nicht für jeden das richtige ist. Mit Eigentum meine ich natürlich ein für die Situation passendes Eigentum. Das kann ja auch eine 70 Quadratmeter Eigentumswohnung sein
Entscheidend ist glaube ich der Punkt, dass du sagst ihr habt 2017/2018 650k in das Haus gesteckt und es ist jetzt 750k Wert = 15,3 % Steigerung. Der MSCI World ist in dieser Zeit grob 250% gestiegen (waren natürlich top Jahre, aber auch im Mittel wird die Rechnung immer zugunsten des MSCI World ausfallen). Euer Haus ist heute gehebelt, aber irgendwann wird es das nicht mehr sein und die Miete hätte in der Zeit vermutlich keine 875 k gekostet. ;) Nach der Hebelung werden die wenigsten direkt ausziehen, weil finanziell schlechte Entscheidung.

Ich kann es absolut verstehen, wenn jemand ein Haus kauft, weil er unbedingt die Waschküche neben der Küche haben möchte und sich kein Leben mehr als 500m von Teich XY vorstellen kann. Mit Flexibilität ist Mieten aber, zumindest finanziell, in fast allen Fällen die bessere Entscheidung.
Naja, bei 2000€ Miete pro Monat würde ich in 25 Jahren 600k an Miete bezahlen. Inkl. Mietsteigerungen würde ich eher von mind. 700k ausgehen.

Auf die Gesamtlaufzeit müsste man das schon rechnen.

Bei meinen Zinsen lohnt es sich sogar den Hebel zu nutzen um damit in ETFs zu investieren. Falls ich das gegenüber meiner Frau argumentiert bekomme werde ich das vermitlich auch machen. Ich meine @Kämpfernatur macht das auch so.

Ich bleibe dabei, es bleibt individuell und ist natürlich auch davon abhängig ob man eher Sicherheit oder Flexibilität Priorisiert.

Ich wollte es nicht riskieren aus einer Immobilie rauszufliegen (Familie wird ggf entwurzelt) oder meinen Wohnort nicht selbst gestalten zu können.

Flexibilität bei Umzug etc. Ist mir dafür nicht wichtig.
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Re: Börse/Finanzen/Geldanlagenthread

Torben89 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:33
clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:30 Die Diskussion ist deshalb schwierig, weil es keine rein emotionale und keine rein finanzielle ist.

Alle gewichten das anders und deshalb sind Tipps meistens für die Füße, da der Gesprächspartner oft andere Prioritäten hat.

Man sollte mal einen Vergleichsrechner bemühen und eben die pro und cons kennen, mit der Entscheidung muss man sowieso alleine leben.

Dem würde ich 1:1 zustimmen. :thumbup:
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Sorrow66 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren11. Jan 2026, 12:23

Wenn ich mich in meinem erweiterten Umfeld umsehe sind jene,welche sich eine Immobilie gekauft haben langfristig alle deutlich vermögender als jene die dies nicht getan haben, auch bei ähnlichen Einkommen. Ist aber natürlich auch nur eine Korrelation, das muss ich zugeben.
Schlag Mal jemanden vor, dass er 1500-2000€ monatlich in Aktien oder ETF buttert.
Das ist tatsächlich der Hauptpunkt - Kommer lesen und Kommer wirklich 100% durchziehen sind 2 Dinge. Viele Verkaufen dann doch im Crash oder wechseln andauernd die Strategie oder lassen die Sparrate aus, weil kein Druck einer Bank etc. Auch Schlafen viele Leute sicher mit Haus besser, da ich am Kapitalmarkt jeden Tag sehe, wenn mein Invest weniger wert ist - der Makler kommt eben nicht jeden Tag mit Gutachten vorbei.

Daher würde ich jedem zustimmen der sagt die Entscheidung für ein Haus führt in der Regel beim Durchschnittsmenschen zu mehr Wohlstand.
Auch wenn wir die Entscheidung für unser eigenes Leben wohl anders getroffen haben bin ich hier zu 100% bei dir in allen Punkten. :prosit:
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