Wie trainiert man HIT richtig als Hobby Sportler?

Hier könnt ihr eure Trainingspläne posten und über die verschiedenen Trainingssysteme diskutieren
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H_D
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Re: Wie trainiert man HIT richtig als Hobby Sportler?

friedrich_n hat geschrieben: zum Beitrag navigieren14. Okt 2025, 08:58 Für mich ist das „moderner“ Science Hit einfach max. 2 Sätze und beide bis ins Muskelversagen. Beim ersten vielleicht eine RIR aber grundsätzlich simpel auf den Punkt gebracht ist es das.

Klar nicht bei jeder Übung (z.B. geht super bei BD, bei seitheben mache ich eher 4x10).

Ich finde bei den grundübungen bockt es viel mehr reinzugehen mit Fokus auf 2 schwere Sätze als diese vier Satz Geschichten.
Schmeiss halt nicht Begriffe in den Raum wenn du nicht recht weisst wo sie hingehören
Matze_
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Re: Wie trainiert man HIT richtig als Hobby Sportler?

martin1986 hat geschrieben: zum Beitrag navigieren12. Okt 2025, 11:49 Gibt da wirklich verschiedene Varianten - Jones, Mentzer, Yates. Wenn man Arthur Jones als den "Urvater" des HIT ansieht: Dem seine Workouts sahen z.B. so aus:

https://pdfcoffee.com/qdownload/arthur- ... -free.html
:thumbup: Wenn man sich anschaut, was ein Arthur Jones damals so empfohlen hat - 3x GK die Woche, viele Übungen im Rundlauf ohne Pause - würde das bei vielen heute kaum noch als "HIT" sondern "Volumen" durchgehen, war aber damals so grundlegend.

Ein Casey Viator, Zögling von Jones, hatte Programme da hat er 22-25 Übungen pro Einheit für den ganzen Körper zu je einem harten Satz und ohne Pause durchgezogen, 3x pro Woche. Das hat ein Arthur Jones sicherlich nicht allen so empfohlen, aber 12-15 Übungen pro Einheit als GK zu je einem Satz kontrolliert ausgeführt bis (nahe) ans Versagen 3x die Woche waren bei seinen anfänglichen "Original"-Empfehlungen tatsächlich eher der Standard.

Ich erinnere mich hier auch an Aussagen von Viator, dass er dem "Mentzer-Weg" ala "1 Satz pro Muskel alle 7 Tage" nichts abgewinnen konnte, und das für echtes "Muskel-Training" einfach viel zu wenig sei. Er nannte es schlicht "pipe dream".
traintofailure
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Re: Wie trainiert man HIT richtig als Hobby Sportler?

Das 4-Trainingstage-HIT-System von Dorian Yates funktioniert auch für nicht-Stoffer recht gut. Wähle dafür die Übungen, die Dir gut tun und die in der Art in etwa denen von yates entsprechen. Wenn Du alleine trainierst, denke an Sicherungsmöglichkeiten für den Moment des Muskelversagens.
Es wir nicht bei jeder Übung mit Intensitätstechniken gearbeitet, nur bei 1-max 3 pro Training.
Man braucht Geduld, um in das Mindset reinzukommen und mit korrekter Technik und langsamer Kadenz schwer trainieren zu können.
Ich vermute, das muss einem liegen bzw. man muss das wirklich wollen. Die geistige Anstrengung/Focus ist nicht ohne und es ist nichts für Discopumper. Aber sehr befriedigend.
Die angestrebte Wiederholungszahl im Arbeitssatz ist Dir überlassen. Ich würde nicht unter 8 reps gehen und mit zunehmendem Alter eher höhere rep-Zahlen bis zum Muskelversagen anstreben. Ich habe darüber mal mit Dante Trudel geschrieben, er ist auch dieser Meinung.
Recovery ist das Wichtigste. Und mach kein Volumentraining draus.
Matze_
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Re: Wie trainiert man HIT richtig als Hobby Sportler?

traintofailure hat geschrieben: zum Beitrag navigieren16. Dez 2025, 16:31 Das 4-Trainingstage-HIT-System von Dorian Yates funktioniert auch für nicht-Stoffer recht gut. Wähle dafür die Übungen, die Dir gut tun und die in der Art in etwa denen von yates entsprechen. Wenn Du alleine trainierst, denke an Sicherungsmöglichkeiten für den Moment des Muskelversagens.
Es wir nicht bei jeder Übung mit Intensitätstechniken gearbeitet, nur bei 1-max 3 pro Training.
Man braucht Geduld, um in das Mindset reinzukommen und mit korrekter Technik und langsamer Kadenz schwer trainieren zu können.
Ich vermute, das muss einem liegen bzw. man muss das wirklich wollen. Die geistige Anstrengung/Focus ist nicht ohne und es ist nichts für Discopumper. Aber sehr befriedigend.
Die angestrebte Wiederholungszahl im Arbeitssatz ist Dir überlassen. Ich würde nicht unter 8 reps gehen und mit zunehmendem Alter eher höhere rep-Zahlen bis zum Muskelversagen anstreben. Ich habe darüber mal mit Dante Trudel geschrieben, er ist auch dieser Meinung.
Recovery ist das Wichtigste. Und mach kein Volumentraining draus.
Jau, wie angemerkt, gibt es mehrere "HIT-Systeme" oder zumindest Vorgehensweisen. Der gemeinsame Nenner ist das Training bis (nahe) ans Muskelversagen kombiniert mit relativ wenig Trainingsaufwand, sprich nicht mehr als ~3 Stunden pro Woche.

Aus theoretischer Sicht würde ich (zumindest Naturals) das HIT ala Arthur Jones' Originalempfehlungen nahelegen. Hierzu kann man ja mal "Arthur Jones The Ideal Workout" googlen, oder siehe auch den Post von Martin. Im Grunde genommen: 3x GK pro Woche, 1-3 Sätze pro Übung (3 Sätze pro Übung aber tendenziell eher eine Ausnahme wie bspw. bei Wadenheben, bei den meisten Übungen 1-2 Sätze), ruhige und kontrollierte Ausführung bis (nahe) ans Versagen, relativ viele Übungen (~10-15 pro Einheit), Gesamtvolumen ~15-25 Sätze pro Einheit.
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