https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-09/ ... ntenreform
Bis 2028 will die Unternehmensinitiative Made for Germany mehr als 850 Milliarden Euro am Standort Deutschland investieren. 147 Unternehmen und Investoren hätten sich angeschlossen, teilte die Initiative vor dem Treffen mit Merz, Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sowie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) mit. Allein 2025 seien davon mehr als 200 Milliarden Euro investiert worden.
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Merz sagte, dass niemand an seiner Entschlossenheit zweifeln solle, Reformen weiter Schritt für Schritt umzusetzen. In der kommenden Woche werde sich der Koalitionsausschuss mit der geplanten Flexibilisierung des Arbeitsmarkts befassen: »Da haben wir einiges nachzuholen«, sagte Merz.
Merz nannte zum Beispiel Flexibilisierungen im Arbeitsmarkt. „Da haben wir einiges nachzuholen.“ Dies solle nächste Woche im Koalitionsausschuss besprochen werden, es müssten noch eine ganze Reihe von Arbeitsmarktgesetzgebungen folgen. Der Kanzler verwies auch eine Vertiefung des EU-Binnenmarkts und die geplante Rentenreform in Deutschland.
Diese ist aber in der Koalition umstritten. Die SPD will über die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren sprechen. Umstritten sind auch Maßnahmen, um den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren.
Merz verwies darauf, dass Wirtschaftsinstitute ihre Konjunkturprognosen für dieses Jahr erhöht haben. Ein Haupttreiber sind Milliarden-Investitionen des Staates in die Modernisierung der Infrastruktur durch das schuldenfinanzierte Sondervermögen. Der Kanzler sagte, es gebe noch keinen selbsttragenden Aufschwung für die nächsten Jahre.
Der Kanzler machte deutlich, Deutschland habe große Chancen bei Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) – richtete aber zugleich einen Appell an den Mittelstand. „Der Mittelstand in Deutschland muss seine Daten besser nutzen.“ Wenn der Mittelstand diesen Datenschatz hebe und ihn nutzbar mache, dann habe Deutschland einen der größten Standortvorteile auf der Welt. Kein zweites Land auf der Welt verfüge über einen so vielfältigen und tief gestaffelten industriellen Mittelstand wie Deutschland.
Siemens-Chef
Roland Busch nannte die industrielle KI eine „Jahrhundertchance für Deutschland“. Deutsche-Bank-Chef
Christian Sewing sagte: „Wir glauben an Deutschland, wir wollen hier investieren.“ Investitionen bräuchten verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Das internationale Interesse an Investitionen in Europa und Deutschland sei groß, wie eine aktuelle Befragung der Deutschen Bank unter Führungskräften und Entscheidungsträgern weltweit zeige.