clayz hat geschrieben: zum Beitrag navigieren24. Sep 2026, 10:11
St0ckf15h hat geschrieben: zum Beitrag navigieren24. Sep 2026, 10:02
Da magst du recht haben @clayz, aber dass es anderswo (sprich nicht in Europa) schneller geht hilft uns konkret halt auch nicht.
Die aktuellen und kürzlich abgeschlossenen Projekte in Europa lassen zumindest nichts Gutes für die Zukunft ahnen. Und ich zweifle daran, dass die bürokratischen Hürden plötzlich abnehmen werden (ist ja nie so).
Wenn du Google fragst, dann werden Kernkraftanlagen (im Neubau) mitunter als die höchsten bei den Stromgestehungskosten geführt (bis zu 49 Cent/kWh - wobei da sicher mit den von mir genannten Extrembeispielen bei den Baukosten kalkuliert wurde).
Alles richitg.
Aber so argumentiert man halt z.Z. bei allem, was politisch nicht klappt
Migrationskrise - geht aus Grund 1/2/3 nicht anders
Rentenlücke - können wir wegen a,b,c nicht ändern
Energiekrise - x,y,z verhindern, dass wir hier etwas ändern
Das ist eine totale Verlierer-Mentalität, die uns genau dahin gebracht hat, wo wir aktuell stehen.
Hab auch persönlich nicht die Meinung, dass man nichts tun und einfach kapitulieren sollte, aber:
57 Mrd. Euro für 3,2 GW an Leistung? Und die Bauen da wie gesagt schon seit über 10 Jahren; in der Zeit hattest du eine solche Inflation, da könntest jetzt wohl 80 Mrd. ansetzten.
Photovoltaik (Großprojekt) hat aktuell wohl Kosten von 460 - 650 Millionen € pro GW(Peak) - jetzt ist nicht immer Sonne, und dann auch nicht immer im Zenit, aber mit rund einem Zehntel der obengenannten Kosten könntest wohl ~12 GW(Peak) Photovoltaik-Leistung installieren. Und hast dick Kohle übrig für Netzausbau und Stromspeichertechnologien.
Ich meine wenn sich in Deutschland Photovoltaik auszahlt, wie viel mehr müsste sich das dann in Süditalien lohnen?
Oder was mich eigentlich noch mehr schockiert hier, Island hat einen mehr oder weniger absolut regenerativen Strommix - neben Wasserkraft vor allem auch Geothermie.
Und Süditalien sitzt quasi auf dem größten Vulkangebiet Europas, aber man bekommt es nicht hin, das energetisch auszunutzen? Geothermie wäre, anders als Solar- und Windstrom, nicht von Jahreszeit und Wetter abhängig, und wie Kernkraft absolut grundlastfähig; dazu könnte man damit vollkommen autark sein (also nicht auf Uranimporte angewiesen, anders als beim KKW; und eine Endlagerthematik umgeht man sowieso). Dazu im laufenden Betrieb auch nahezu CO2-neutral.
Aber es wird jetzt lieber Symbolpolitik gemacht und eine Technologie wieder zugelassen, wo man die Früchte (es fehlen ja jetzt noch Durchführungsbestimmungen, die Genehmigungsverfahren werden sich sowieso ziehen und dann muss man auch noch Bauen) in vielleicht 20-25 Jahren ernten kann.