Ukraine Konflikt
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Re: Ukraine Konflikt
Brennende Ölraffinerien in Russland sind bestimmt auch spitze für die Luftqualität etc.
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Re: Ukraine Konflikt
Aber nicht vorhandener Sprit, der in Russland nicht mehr verbrannt werden kann, ist wieder gut für Luft und Klima. Alles gleicht sich aus. 
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Re: Ukraine Konflikt
Bürogefecht um die Kaffeemaschine … oder was?Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jul 2026, 11:46 Ich liebe den Geruch von einer Spezialoperation am Morgen.
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Re: Ukraine Konflikt
Bin alleine im Büro, alle im Home-Office wenn gutes Wetter istMoseltaler hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jul 2026, 12:20Bürogefecht um die Kaffeemaschine … oder was?Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jul 2026, 11:46 Ich liebe den Geruch von einer Spezialoperation am Morgen.
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Re: Ukraine Konflikt
richtigWeltraumsoldat hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Jul 2026, 12:00 Aber nicht vorhandener Sprit, der in Russland nicht mehr verbrannt werden kann, ist wieder gut für Luft und Klima. Alles gleicht sich aus.![]()
mal schauen, wann das eine blaupause für unsere klimapolitik wird
Weil Benzin und Öl ausgehen: Nachfrage nach Pferden boomt in Russland
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ric505
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Re: Ukraine Konflikt
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stabil
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Re: Ukraine Konflikt
Tanklaster als mobile Zapfsäulen an randomisierten kurzfristig vorher bekanntgegebenen Orten sorgen jetzt dafür das der Kraftstoff weiter fließt
https://www.sueddeutsche.de/politik/ukr ... duced=trueIn der Ukraine werden massenhaft Tankstellen zerstört
Ein Angriff mit einer Kamikazedrohne in der Region Krywih Rih. Mehrere Attacken in Saporischschija. Ein Angriff in Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine. Und ebenfalls am 3. Juli ein Angriff in der umkämpften Region Sumy. Hunderte ukrainische Tankstellen werden in diesen Tagen und Wochen durch russische Kamikazedrohnen in Brand geschossen und zerstört.
Allein von Anfang Mai bis zum 25. Juni seien rund 150 Tankstellen zerstört worden, sagt der ehemalige Infrastrukturminister Andrii Piwowarskij, heute Chef der Tankstellenkette WOG. Seither sind Dutzende hinzugekommen. In Saporischschija wurden in den letzten Juni-Tagen mindestens sieben weitere Tankstellen in Schutt und Asche geschossen. Am westlichen Ortseingang von Saporischschija sah der Autor eine Tankstelle, die noch rauchte. Auch die beiden folgenden Tankstellen waren zerstört.
In Russland herrscht derweil dramatischer Mangel
Die russischen Angriffe sind offensichtlich ein Spiegelbild der ukrainischen Angriffe in Russland. Dort haben die ukrainischen Geheimdienste SBU und HUR mit Angriffen auf Öldepots und Raffinerien je nach Schätzung ein Viertel bis zu einem Drittel der russischen Benzin- oder Dieselproduktionskapazität zumindest vorübergehend zerstört. Gleichzeitig hat Russland den Ölexport laut dem Fachdienst Nefterynok im Juni auf einen Rekordwert von drei Millionen Fass täglich erhöht, offenbar um mehr Geld für den Krieg in die Kasse zu bekommen.
In Russland selbst bedeuten die zerstörten Raffinerien dramatischen Mangel. Vor den Tankstellen, die noch Benzin verkaufen, bilden sich kilometerlange Schlangen. In Russlands drittgrößter Region Krasnodar hat mindestens ein Drittel aller Tankstellen geschlossen, berichtete Vize-Gouverneur Jewhenij Pergun.
Der ukrainische Infokanal Exile Nova + veröffentlichte am 2. Juli auf Telegram Drohnenaufnahmen, die eine aus bis zu 800 Autos bestehende, vier Kilometer lange Warteschlange vor einer Tankstelle des Staatskonzerns Rosneft beim Städtchen Atamanowskoje in der fernöstlichen Zabaijakalregion zeigen. Das russische Exilmedium Meduza hat die Angaben verifiziert. „Die Leute stehen tagelang in den Warteschlangen, manche mit Kindern“, sagte Alexander Osipow, der Gouverneur der Region, und versprach Maßnahmen wie elektronische Wartelisten und andere Änderungen im Tankstellenbetrieb. Mehr Benzin gibt es dadurch wohl kaum. Am Freitag stellten die Behörden ausgerechnet in Noworossisk, wo sich der größte russische Ölexporthafen befindet, den Verkauf von Benzin an Privatleute zumindest vorübergehend komplett ein.
In der Ukraine sah es schon einmal ähnlich aus. Nachdem Russland die Raffinerien des Landes gleich zu Beginn des Großangriffes im Februar 2022 zerbombt hatte, herrschte akuter Benzinnotstand. Anfang Mai 2022 fanden Fahrer auf dem Weg von der polnischen Grenze bis nach Kiew über Hunderte Kilometer nur geschlossene Tankstellen.
Doch schnell stellten die ukrainischen Tankstellenbetreiber auf Importe etwa aus Deutschland, Polen oder Rumänien um. Ein großer Teil des Schwerverkehrs auf ukrainischen Straßen besteht daher aus Tanklastwagen mit Benzin. Trotz hunderten Angriffen in den vergangenen Monaten verkünden die Behörden, es gebe keine Engpässe beim Benzin. Tatsächlich sah die SZ bisher keine Schlangen vor Tankstellen oder Meldungen, dass Nachschub fehle.
Von den seit Mai mit neuer Heftigkeit aufgenommenen Angriffen sind unter anderem die Regionen Dnipropetrowsk, Mykolajiw, Saporischschija, Charkiw, Donezk und Sumy betroffen. Allein in Charkiw seien im Mai und Juni 62 Tankstellen attackiert worden, sagte Polizeichef Petro Tokar am 30. Juni im lokalen Fernsehen. Diese Angriffe seien geplant, um Logistikrouten zu erschweren und „einen Kollaps und Panik in der Bevölkerung hervorzurufen“. Auch Russlands Angriffe auf die Energieversorgung in der Region gingen weiter. Allein in der letzten Juniwoche seien verstärkt Unternehmen, die Strom transportierten, wieder Ziel russischer Angriffe geworden.
Serhii Beskrestnov, ein Berater von Verteidigungsminister Michail Fjodorow, kommentierte am 28. Juni, Moskaus Ziel sei, als Antwort auf ukrainische Angriffe in Russland „alle unsere Tankstellen an der Frontlinie zu zerstören“. Doch hätten „zivile Tankstellen absolut keinen Einfluss auf militärische Treibstofflieferungen. Das Ziel der Attacken ist deshalb, die zivile Bevölkerung zu terrorisieren“, so der Ministerberater. „Werden die Leute ohne Benzin dastehen? Natürlich nicht. Schließlich sind wir Ukrainer – wir werden Wege finden, die Logistik, die Verteilung und den Verkauf von Kraftstoff zu organisieren und zu tanken.“
Tankstellen sind auch Cafés, Supermärkte und Treffpunkte
Das wird keine geringe Aufgabe, denn täglich werden in den betroffenen Regionen weitere Tankstellen zerstört. Moskau könnte die Angriffswelle gegen Tankstellen auch auf das Zentrum oder den Westen der Ukraine ausweiten. Schon jetzt sind im Osten des Landes weite Strecken tankstellenfrei: Am 3. Juli etwa sah die SZ auf einer knapp 200 Kilometer langen Fahrt von Charkiw in die Region Dnipro gerade eine noch funktionierende Tankstelle. Alle anderen entlang der Trasse lagen in Schutt und Asche.
Das ist umso problematischer, als Tankstellen gerade entlang der Fernstraßen in der überwiegend spärlich besiedelten Ukraine auch Cafés, Schnellrestaurants, kleine Supermärkte und Treffpunkte sind, oft für Soldaten. Weite Teile der Straßen in frontnahen Gebieten der Ukraine sind mittlerweile mit Plastiknetzen überdacht, die von fünf Meter hohen Pfählen gehalten werden. Auch manche Tankstellen sind mit Netzen überspannt. Sie fangen freilich höchstens kleine Drohnen ab; gegen größere Schahed- und andere russische Drohnen mit hoher Durchschlagskraft und Sprengstoffbestückung dürften sie wirkungslos sein.
Am 1. Juli starb Oksana Melnychenko, neun Jahre lang in Diensten der Tankstellenkette WOG, bei einem Angriff in der Gemeinde Loboikivka in der Region Dnipropetrowsk-Region. Die Tankstelle sei völlig zerstört worden, erklärte der Betreiber. Wegen der zunehmenden russischen Angriffe lässt die Kette ihre Tankstellen im Raum Kiew und mehreren anderen Regionen von 21 Uhr abends bis 7 Uhr morgens geschlossen. Die Tankstelle am Eingang von Pawlohrad in der Region Dnipropetrowsk war am 5. Juli sogar nur eine Stunde geöffnet: „Zuerst schlug 15 Meter hinter unterem Gasspeicher eine Drohne ein, dann gab es nur noch Luftalarm“, sagt die Kassiererin, deren Sohn bei der Armee ist und sie vor möglichen Angriffen auf ihre und die benachbarte Tankstelle gewarnt hat.
Für die Angriffe auf die Tankstellen setzt Russland offenbar verstärkt die neue V2U-Drohne ein. Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hatte im Sommer 2025 erstmals Erkenntnisse über die seit Februar 2025 eingesetzte Drohne vorgestellt. Sie sei mit einem Chip des US-Herstellers Nvidia ausgestattet und steuere Ziele mit künstlicher Intelligenz an. Oft würden die gleichen Tankstellen mehrmals getroffen, teilte Charkiws Bürgermeister Ihor Terechow am 4. Mai mit.
Die Ukrainer ersinnen Gegenmittel. In Saporischschija sollen Tankstellen, Reparaturkits und mobile Benzinwagen nun laut Militärgouverneur Iwan Fjodorow durch Betonhüllen geschützt werden. Und im Städtchen Trostyanets in der nördlichen Region Sumy beschloss der Stadtrat, Benzin und Diesel künftig mit einem Netz von Tanklastwagen direkt und nur gegen Bargeld zu verkaufen. Die Standorte der Wagen würden kurzfristig bekanntgegeben und wechselten ständig.