Es war so gemeint: Mein Vater hat gearbeitet. Ende. Ich arbeite, kümmere mich um Kind, gehe einkaufen, mache Arzttermine aus für Tochter, geh mit ihr hin. Kümmere mich wenn sie traurig, wütend ist und übernehme sauviel in der Erziehung. Ich habe viele verschiedene Rollen und die Ansprüche an diese Rollen sind gestiegen.Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Mai 2026, 10:05No front, aber dann hat dein Vater auch nicht wirklich in der Familie gelebt oder? Ich kenne es als in der DDR geborenes Kind tatsächlich nicht anders als dass beide Elternteile Vollzeit arbeiten gehen und sich Vater und Mutter die Aufgaben aufteilen. Ich persönlich würde da auch nicht tauschen wollen und meine Kinder maximal Abends und nur am Wochenende sehen.onelife hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Mai 2026, 09:25Ja natürlich das stimmt. Auch was Elternzeit Modelle anbelangt im Vergleich zu anderen Staaten geht es uns in Österreich und Deutschland sehr gut. Es geht mir eher darum, das faktisch viele keine Kinder kriegen aus finanziellen Gründen. Wenn man da Anreize schafft, könnte sich das ändern. Das könnte zusätzliche steuerliche Entlastung sein, in Österreich gibt es beispielsweise einen Familienbonus, der einkommensabhängig ist. Sowas hat bei vielen Menschen mit einem Umfeld positive Auswirkungen hinsichtlich Kind gehabt, weil es im Monat noch mal bis zu 166€ zusätzlich sind. Steuerliche Entlastung.Certa hat geschrieben: zum Beitrag navigieren10. Mai 2026, 08:22
Klar, mehr und besser geht immer. Will auch gar nicht bestreiten, dass es Defizite gibt. Insbesondere je nachdem in welchem Bundesland man wohnt. Aber das Niveau ist schon sehr sehr gut und hoch. Alleine das Thema Krankenversicherung. Die Geburt meiner zweiten Tochter war, sagen wir mal,. kompliziert, inklusive 2 Wochen Kinder Intensivstation. In Deutschland alles null Problemo, woanders hätte sogar mich das finanziell komplett runiert.
Kinder haben hat sich glaube ich schon sehr verändert in den letzten Jahren. Der Spagat zwischen Familie und Beruf und selbstverwirklichung ist meiner Meinung nach größer geworden. Mein Vater ist Unternehmer, seine Rolle war: Unternehmer zu sein. Ich habe am Tag switchende Rollen: morgens Papa der Kind in den Kindergarten bringt, dann arbeiten, dann Kind abholen länger Pause machen mit Kind und am Abend länger arbeiten. Wochenende oft abwechselnd Ausflüge alleine. Training will ich auch irgendwie noch machen, Freunde sieht man sowieso selten.
Und da muss ich ehrlich gesagt zugeben: täglich in der Mittagspause essen zu gehen, nicht vorkochen zu müssen. Wenn keine Zeit ist, einfach Essen bestellen, zwei große Urlaube und ein paar Kurzurlaube... All das mit Familie ist ordentlich teuer, aber wenn man es sich leisten kann eine ordentliche Erleichterung.
Ich bin ein Mensch, der gerne genießt und das Leben lebt, mir fällt das so viel leichter Familie zu leben und ich glaube wäre das nicht so und ich müsste mich überall einschränken, wäre der Preis viel höher. Ich hätte aber trotzdem Familie gründen wollen.
Früher waren die Ansprüche an Väter wenig bis gar nicht vorhanden, sie hatten die Ernährerrolle. Das hat sich denk ich egal ob woke oder nicht, geändert in vielen Gesellschaftsschichten. Wenn ich aber alle Rollen erfüllen will und muss, die Kohle aber fehlt, überleg ich mir 3x ob ich Kinder will. Früher wurden Briefe verschickt und Mal telefoniert, heut hab ich nach der letzten Woche Urlaub 110 ungelesene Mails, verpasste Anrufe und 8 Projekte bei denen ich ne Woche Pause aufholen muss. Die Welt ist schneller und die Anforderungen und Optimierungsprozesse sind mehr geworden. Auch beschäftigen sich hier um Thread überwiegend Väter mit Themen rund um Partnerschaft und Kindererziehung...das gab's in der Generation vor uns nicht.
Geld ist in dem ganzen Ding dann ein Schlüssel zur Entlastung. ZB Reinigungshilfe die ich wöchentlich bezahle, damit die Bude sauber ist, oder die angesprochen Punkte im Posting davor
