Aber inklusive Gym natürlich. Ich streite nicht ab, dass ich da sicher spürbar mehr Zeit investiere als viele andere (wobei wenn man das Gym einbezieht vermutlich eher nicht), mehr gelaufen wird hier vermutlich nur von @Tobeass - aber grundsätzlich ist das ja auch das wissenschaftliche Erfolgskonzept, also Volumen.
Nachdem du es geschrieben hast - kann natürlich beim Straßenlaufen schon auf einem ähnlichen Niveau spielen, 200km pro Woche sind mit 3:30 Durchschnittspace von einem Eliteläufer ja auch in 11-12h runtergelaufen.
Bin beim Laufen schon talentierter als beim Kraftsport, was ich an Mühe für absolut hässliche 180kg Squat im Training bzw. 130kg Bank reingesteckt habe, absurd, da ist das Laufen im Vergleich schon sehr gönnerhaft. Genauso wie in "Bodybuilding", hab ja niemals einen 40er Arm geschafft.
Für meine ersten 1:32 im Halbmarathon bin ich 3x pro Woche gelaufen mit 34km maximal (also über alle 3 Läufe, Longruns sowieso keine) und hab kurz vor dem Ziel noch meine Nachbarin überholt, die ich immer in die Kategorie "sehr gute Läuferin" gesteckt hatte (bzw immer noch tue, hat auch schon noch besser abgeliefert) und das hat mich halt angefixt weil es plötzlich Erfolgserlebnisse gab, die ich im Gym schon locker 5 Jahre nicht mehr hatte. Angefangen hatte ich das Laufen ja primär, weil ich zu faul/ungeduldig zum Spazieren war, aber das ja gesund ist und so. Davor aber auch schon komplett ohne Lauftraining mit barfußschuhen bei Firmenläufen und so ganz gut verglichen mit den anderen abgeschnitten, die regelmäßig laufen, hab halt reingepusht bis ich fast gekotzt habe und hatte 1 Woche Wadenmuskelkater meines Lebens.
Ich habe das Ganze bis jetzt auch immer damit bezahlt, dass ich mir halt öfters wehgetan habe, weil die Pace bzw der Motor halt zu schnell für die Lauf-Basis war. Ich denke das wird langsam besser aber gerade im ersten richtigen Jahr hatte ich 2x eine ordentliche Achillessehnenentzündung + was am Knie + Fuß auch irgendwie kaputt.
Hab mal mit ChatGPT philosophiert, die AI fand meinen Witz, dass ich mir in meiner Kindheit/Jugend eine Basis antrainiert habe, weil ich richtig fett war und es immer eilig hatte und immer mit Maxpuls zum Bus gelaufen/mit dem Rad gefahren bin, ganz stichhaltig, keine Ahnung. Meine Eltern haben auch tendenziell Ausdauersachen gemacht, also mein Vater Radfahren+Bergwandern und meine Mutter Joggen+Bergwandern, nicht Wettkampfmäßig/auf hohem Niveau aber man macht ja nichts gerne, was einem garnicht liegt. Ich hab mir halt bis 33 Zeit gelassen, bis es mir Freude macht.
Auch wenn ich durchaus Arbeit reinstecke, erkenne ich schon an, dass es mir leichter fällt als anderen und ich will auf keinen Fall irgendwie arrogant wirken, bin es nicht. Gibt auf der anderen Seite ja andere, denen es noch viel leichter fällt als mir.
@Höfer hat doch auch von 0 auf 100 ziemlich gezündet wenn ich seine Story richtig im Hinterkopf habe, plötzlich vom Gym zum Ausdauersport und dann richtig geile Leistungen im Radfahren und gewonnene Wettkämpfe beim Laufen. Und er hat auch die Disziplin nicht mit 80kg zu Laufen. Da ziehe ich meinen Hut.